Innauer tippt auf Tourneesieger aus Tirol
Toni Innauer hat die Rivalität zwischen Deutschland und Österreich bei der Vierschanzen-Tournee am eigenen Leib erlebt. Für heuer ist er zuversichtlich: "Österreicher in entscheidenden Kleinigkeiten mit besseren Karten".

Foto © APABlick auf Innsbruck aus den Schanzenperspektive
1975/76 büßte der Vorarlberger Innauer als 17-Jähriger nach zwei Siegen mit einem missglückten ersten Sprung in Innsbruck die Führung ein und vermochte den Deutschen Jochen Danneberg trotz des dritten Tagessieges in Bischofshofen nicht mehr zu überholen. Die am Samstag mit der Qualifikation beginnende 61. Auflage analysiert Innauer in Oberstdorf für das ZDF und sieht die ÖSV-Springer im erwarteten, neu aufgeflammten Duell mit kleinen Vorteilen.
Innauer hat seine langjährige Tätigkeit im ÖSV, zuletzt als Sportdirektor für Skispringen und Nordische Kombination, 2010 beendet. Seither leitet der Wahl-Tiroler Seminare, gibt seine Erfahrungen als Referent weiter und arbeitet neuerdings mit einer Sportagentur zusammen (innauer + (f)acts). Den Sprungsport verfolgt der Olympiasieger von 1980 und Erfolgscoach heute aus "angenehmer Distanz".
Vor der Tournee hat er sich quasi aus erster Hand informiert. Mit den früheren Wegbegleitern und aktuellen Cheftrainern Alexander Pointner, Werner Schuster (Deutschland) und Alexander Stöckl (Norwegen) gab es lange Gespräche.
Kein Name bei Siegertipp
Innauer legte sich denn auch auf ein Favoriten-Team fest. "Die Österreicher sind klar in der Rolle des Titelverteidigers, der den Takt vorgibt und in entscheidenden Kleinigkeiten die besseren Karten hat", erklärte er vor dem Auftakt in Oberstdorf im Gespräch mit der APA. Die Routine der Athleten und die Routine des Teams u.a. im Umgang mit der teils überzogenen Erwartungshaltung sprechen demnach für die ÖSV-"Adler", die Deutschen hätten Vergleichbares noch nicht erlebt. "Aber es ist ein tolles Zeichen für sie, so weit zu sein", sagte Innauer. Wenn der Auftakt gelinge, sei viel möglich.
Einen Namen wollte Innauer bei seinem Siegertipp nicht nennen. "Es wird ein Tiroler gewinnen", prognostizierte der 54-Jährige. Für Gregor Schlierenzauer und Andreas Kofler wäre es bereits der jeweils zweite Erfolg beim ersten Saisonhöhepunkt.
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Special
"Goldi"-Comeback
Andreas Goldberger schnallt bei der 61. Vierschanzen-Tournee wieder die Sprungski an. Wenige Wochen nach seinem 40. Geburtstag ist der zweifache Gesamtsieger für den ORF als Kamera-Springer und Co-Kommentator im Einsatz.
Da werden beim Oberösterreicher natürlich Erinnerungen an seine früheren Höhenflüge wach. "Wenn man in Bischofshofen als letzter Springer oben steht und weiß, mit einem halbwegs guten Sprung hat man den Gesamtsieg und mit einem schlechten ist man weg, daran erinnert man sich sein Leben lang", erklärte Goldberger.










