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    Zuletzt aktualisiert: 23.12.2012 um 18:19 UhrKommentare

    Ein kleiner Morgenstern als Christkindl

    Für Skisprungstar Thomas Morgenstern ist Weihnachten in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Er und Freundin Kristina erwarten ein Baby. Im Interview spricht er über das Fest, Geschenke und die Tournee.

    Foto © KLZ | Hassler

    Vor einer Woche nach den krankheitshalber verhauten Weltcups in Engelberg haben Sie getwittert, der beste Sprung sei der ins Bett gewesen. Wie geht es Ihnen mittlerweile?

    Thomas Morgenstern: Mir geht es wieder besser. Nach Engelberg war ich körperlich völlig niedergeschlagen und bin lange im Bett gelegen, um mich zu erholen.

    Die Formkurve zeigte zuletzt nicht gerade nach oben. Schrillen mit Blickrichtung Vierschanzentournee die Alarmglocken?

    Morgenstern: Nein. Es geht mir ja wieder gut. Ich habe keine Angst, deshalb braucht auch kein anderer Angst haben.

    Was ist von Ihnen zu erwarten?

    Morgenstern: Gar nichts. Die Tournee hat eigene Regeln. Prognosen sind schwierig. Wichtig ist, dass ich meine sieben Sachen beieinander habe. Ich freue mich schon sehr auf die Tournee.

    Davor gibt es auch noch andere Dinge, auf die Sie sich freuen können. Was wünschen Sie sich eigentlich zu Weihnachten?

    Morgenstern(lacht und die Augen beginnen zu leuchten): Ein gesundes Christkindl.

    Sie sprechen davon, dass Ihr Kind, das Sie und Ihre Freundin Kristina erwarten, jeden Moment zur Welt kommen könnte?

    Morgenstern: Genau, ich hoffe, dass alles gut hinhauen wird. Noch vor der Tournee.

    Wie aufgeregt sind Sie?

    Morgenstern(denkt lange nach): Aufgeregt bin ich gar nicht, weil ich mich irrsinnig freue. Ich kann gut mit Kindern. Aufgeregt bin ich nur, weil etwas Neues auf mich zukommt.

    Werden Sie bei der Geburt dabei sein?

    Morgenstern: Auf alle Fälle, falls es sich irgendwie vereinbaren lässt.

    Würden Sie auch auf ein Tourneespringen verzichten?

    Morgenstern: Das muss man in der Emotion entscheiden. Aber immerhin ist Springen mein Job, den muss ich auch irgendwie machen. Aber ich gehe davon aus, dass es sich davor ausgeht.

    Welchen Wert hat das Skispringen, wenn man Papa wird?

    Morgenstern: Das kann ich noch nicht genau sagen. Aber ich habe mit vielen gesprochen, die bereits Papa sind. Ich weiß, dass andere Dinge wichtiger werden, als beim Skispringen zu jammern, wenn es nicht gut geht.

    Dass Sie Vater werden, haben Sie der Öffentlichkeit über Facebook und Twitter mitgeteilt. Wird das mit der Geburt auch so sein?

    Morgenstern: Wahrscheinlich schon. Ich muss ja was dazu sagen. Und ich will mich bei der Tournee aufs Springen konzentrieren und nicht mit privaten Dingen konfrontiert werden.

    Also wird es auch keine öffentlichen Fotos von Euch und dem Baby geben?

    Morgenstern: Nein.

    Zurück zum Thema Weihnachten. Welche Bedeutung hat der Heilige Abend?

    Morgenstern: Der erinnert mich an die Kindheit, auch weil meine Nichten und Neffen dabei sind und man spürt, wie es früher für einen selbst war. Ich genieße diesen Tag mit meiner Familie.

    Gibt es spezielle Traditionen in der Familie Morgenstern?

    Morgenstern: Wir wichteln seit einigen Jahren. Sonst würden 150 Packerln unterm Baum liegen.

    Wie lange haben Sie eigentlich an das Christkind geglaubt?

    Morgenstern (lacht): Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich den Wunschzettel immer schwieriger versteckt habe. Trotzdem ist er immer gefunden worden.

    Sie zählen zu den populärsten Sportlern in Österreich. Finden Sie zu Hause Ruhe?

    Morgenstern: Hier in Seeboden ist es mittlerweile normal. Wenn ich irgendwo anders unterwegs bin, fühle ich mich schon beobachtet. Aber das gehört dazu.

    Bei der Tournee geht der Rummel wieder los. Was ist das Besondere an diesem Großereignis?

    Morgenstern: Der Mythos. Das ist etwas, was nur wir Springer haben. Dazu kommen die lange Tradition und die Atmosphäre.

    Und es gibt den Länderkampf Deutschland gegen Österreich.

    Morgenstern: Es ist cool, dass die Deutschen so stark sind. Trotzdem wird wieder ein Österreicher ganz oben stehen.

    Warum wird der Sieger heuer Thomas Morgenstern heißen?

    Morgenstern: Weil mit ihm am wenigsten gerechnet wird.

    Sie haben den heurigen Winter - trotz WM und Tournee - immer als Zwischensaison bezeichnet.

    Morgenstern (nickt): Das heißt aber nicht, dass ich heuer nur aus Jux und Tollerei dabei bin. Mein großes Ziel ist, dass ich bei Olympia in Sotschi 2014 siegfähig bin.

    Und jeder, der Sie kennt, weiß, dass Sie Ziele auch erreichen.

    Morgenstern: Normalerweise schon.

    INTERVIEW: ANDREAS JANDL

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