Alle ÖSV-Adler springen ins neue Jahr
Das ÖSV-Team startet das Jahr 2011 in Garmisch mit allen sieben Mann. Im dritten Tournee-Bewerb am Montag wird endlich auch wieder Gregor Schlierenzauer im Aufgebot stehen, wie nach der Qualifikation bekannt wurde.

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Auch Stefan Thurnbichler, der zum Auftakt noch wegen Anzugsschwierigkeiten disqualifiziert worden war, ist diesmal ebenso dabei wie die Topstars Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl und Martin Koch sowie Oberstdorf-Dritter Manuel Fettner und Michael Hayböck.
Mit den schon aus Oberstdorf bekannten Worten "weniger ist oft mehr" entschuldigte sich Thomas Morgenstern nach 135 und 130 Metern im Training auch am zweiten deutschen Tournee-Schauplatz für die Qualifikation und muss nun am Samstag im K.o-Durchgang (ab 13.45 Uhr/ORF1) gegen Quali-Sieger Tom Hilde (NOR) antreten.
Sehr gut präsentierte sich auch Andreas Kofler, der im ersten Trainingssprung mit 136,5 Metern auch punktebester Springer war. In der Quali, in der immer mehr verkürzt wurde, wurde der Tournee-Titelverteidiger hinter Hilde und dessen Landsmann Anders Jacobsen Dritter.
Guter Start ins neue Jahr
"Ich wollte das Jahr noch gut abschließen, das ist mir ganz gut gelungen und ich kann beruhigt in den Wettkampf starten", meinte Kofler im Schanzenauslauf. Martin Koch, der von Oberstdorf her noch etwas kränklich, aber auf dem Weg der Besserung ist, wurde Vierter vor Simon Ammann und Adam Malysz.
Der Überraschungsdritte von Oberstdorf, Manuel Fettner, scheint die Abstimmung für die zweite Tournee-Station auch gefunden zu haben. Er wurde Quali-Neunter und war froh. "Gerade die Trainingssprünge waren sehr gut, ich bin vorne dabei, das ist sehr wichtig." Er freute sich auch über seinen K.o.-Gegner Maximilian Mechler: "Deutschland-Österreich heizt die Stimmung noch weiter an."
Für Wolfgang Loitzl war für den Silvesterabend wohl noch mehr Schonung angesagt als sonst. "Ich bin verkühlt, habe das schon von Oberstdorf mitgeschleppt. Ich habe die ganze Nacht durchgeschwitzt, wäre heute nichts Wettkampfmäßiges gewesen, hätte ich wahrscheinlich aufs Springen verzichtet", sagte Loitzl, der aber 2011 wie immer mit dem Neujahrsspringen beginnen wird.
Pointner zufrieden
Cheftrainer Alex Pointner war froh, dass sich diesmal alle Athleten qualifiziert haben. "Wenn die Leute am Abend zusammensitzen, ist es schön, dass keiner den Kopf hängen lassen muss", sagte Pointner, der aber auch Neuigkeiten aus Österreich hatte. "Gregor wird in Innsbruck mit dabei sein", hat er nach einem Telefonat mit Schlierenzauer und dessen Stützpunkttrainer Markus Maurberger erfahren. Rund 15 Sprünge hat der Tiroler in drei Tagen absolviert, Pointner bedankte sich auch bei OK-Chef Alfons Schranz, weil der Bergisel schon jetzt in einem Topzustand ist.
"Er kann sich freuen, dass er mit offenen Armen wieder in unsere Mannschaft aufgenommen wird, und wir freuen uns auch, dass wir fast wieder komplett sind", meinte Pointner, der das nächste fällige Comeback von David Zauner für Mitte bis Ende Jänner erwartet. Für Schlierenzauer wird es der erste Weltcup-Bewerb nach seinem Sturz am 13. Dezember in Seefeld.
Features
59. VIERSCHANZEN-TOURNEE
2. Tournee-Station, Garmisch-Partenkirchen
Olympiaschanze (HS 140), Schanzenrekord: 143,5 Meter (Simon Ammann, 1. Jänner 2010).
Samstag:
Weltcup-Bewerb (13.45 Uhr, ORF 1 live).
Weitere Tournee-Stationen:
Innsbruck, 2. Jänner: Training (11.30 Uhr) und Qualifikation (13.45 Uhr). - 3. Jänner: Weltcup-Bewerb (13.45 Uhr).
Bischofshofen, 5. Jänner:
Training (14 Uhr) und Qualifikation (16 Uhr). - 6. Jänner: Weltcup-Bewerb (16 Uhr).
Ammann ist am Grübeln
Der Schweizer Simon Ammann, der nach dem Tournee-Auftakt in Oberstdorf als Vierter bereits 30 Punkte Rückstand auf Thomas Morgenstern aufweist, sieht kaum noch Chancen auf einen Gesamtsieg. Ob der Schweizer nach dieser Saison seine Karriere beendet, ist noch offen. "Es gibt zwei Varianten: Entweder, ich höre auf, oder ich mache bis zu den Spielen 2014 in Sotschi weiter."










