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Zuletzt aktualisiert: 31.12.2010 um 12:06 UhrKommentare

Mit Kofler muss man immer rechnen

Vielleicht kann es ihm ganz recht sein, dass sich nun alles auf den überlegenen Oberstdorf-Sieger Thomas Morgenstern konzentriert. Andi Kofler ist auch nach einem verpatzten Tournee-Auftakt nicht abzuschreiben.

Andreas Kofler

Foto © GEPAAndreas Kofler

Andreas Kofler, der Titelverteidiger bei der Vierschanzen-Tournee, hat ein Absprungfehler im zweiten Durchgang am Mittwoch eine bessere Platzierung gekostet, dennoch ist er nach Rang fünf und selbst mit 30,6 Punkten noch nicht abzuschreiben. Zu konstant war Kofler in bisher acht Weltcup-Springen.

Die Plätze 1-4-4-4-2-4-1-5 sprechen eine deutliche Sprache. Der zweifache Mannschafts-Olympiasieger und Olympia-Silbermedaillengewinner von der Großschanze 2006 kennt ja auch die Kehrseite der Medaille, war nach Turin lange Zeit weg von der Spitze. "Das stimmt, ich kenne die andere Seite auch. Man darf nicht sagen, ich muss aufs Stockerl hupfen. Da fehlt nicht viel und ich weiß, woran es liegt", bestätigte Kofler in Garmisch-Partenkirchen.

Natürlich habe Morgenstern schon einen schönen Vorsprung, "aber die Tournee wird zum Schluss abgerechnet. Wichtig ist es, Super-Wettkampfsprünge zu machen." Befragt nach seinen Zielen für das Neujahrsspringen lässt er sich im Gegensatz zu manch einem Kollegen doch auch zu einer ergebnisorientierten Wunschvorstellung hinreißen. "Ich bin bis jetzt nie schlechter als Fünfter gewesen, also würde ich sagen, unter die ersten Fünf." Natürlich hat der 26-jährige Tiroler auch eine andere Version parat: "Ich habe eine Vorstellung von meinem Sprung in der Luft über dem Vorbau, in die Position will ich." Wie immer geht bei den Schispringern sehr viel über das Visualisieren.

Mentaler Vorrat

Kofler kann mittlerweile natürlich auch schon von einer ganzen Menge Erfolgserlebnissen zehren. Trotz aller Erfolge hat ihm vor allem der erste Gesamtsieg bei der Tournee 2009/10 einen enormen Bekanntheitsgrad gebracht, auf der Straße wird er oft erkannt. Was ihm einfällt, wenn er darüber nachdenkt? "Es ist schon ein Wahnsinn. Ich habe mir das nie träumen lassen, dass ich mit dem Schispringen einmal so weit komme, weil du fängst an und machst es, weil es Spaß macht."

Natürlich hatte er im Verlauf seiner Karriere nicht nur schöne Erfahrungen, vor allem wenn man den Platz an der Sonne dann wieder anderen überlassen muss. Nach einer sportlichen Talfahrt werde man sich wieder bewusst, was es einem wert ist. "Und wie gerne man das eigentlich tut. Es gibt Zeiten, da ist es zäh, und du ruderst genau gleich. Umso schöner ist es, wenn du aus dem Sumpf rauskommst."

Die seit Jahren mit Abstand beste Mannschaft gibt freilich auch viel Kraft und Rückhalt. Versucht Kofler, den Erfolg des gesamten Teams zu erklären, antwortet er so: "Ein Schlüssel ist, dass wir ein sehr gutes Mannschaftsklima haben. Dadurch fällt einiges leichter, wenn man miteinander unterwegs ist. In schwierigen Zeiten kann man wen anderen auch fragen."

Freiraum

Schlüssel Nummer zwei ist wohl auch der Freiraum innerhalb einer vernetzten Struktur, den Cheftrainer Alexander Pointner in den vergangenen Saisonen immer mehr ermöglicht hat. "Jeder kann sich auf seiner 'Schale' ein bisserl ausbreiten und neue Wege suchen und das Ganze ist trotzdem vernetzt."

Kofler sieht sich in seinen Möglichkeiten keinesfalls limitiert, sieht im Gegenteil noch Luft nach oben. "Ich springe auf einem sehr guten Level und es ist noch nicht ausgereizt. Ich schaue mal, was ich aus mir noch herausholen kann."


61. Vierschanzen-Tournee

 

Skispringen: Termine 2012/13

 

Tournee Wertung

 


Das ÖSV-Tournee-Team

Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Martin Koch, Michael Hayböck, Manuel Fettner und Wolfgang Loitzl


Titelverteidiger: Gregor Schlierenzauer

 

Schispringen: Die besten Fotos

Saisonfinale in Planica 

Saisonfinale in Planica

 

Tournee-Programm 2012/13

OBERSTDORF

Schattenberg-Schanze (Hillsize 137 m/Flutlicht):
Samstag, 29.12.: Training (14.00 Uhr) und Qualifikation (16.00 Uhr)
Sonntag, 30.12.: Weltcup-Bewerb (16.00 Uhr)

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Große Olympiaschanze (HS 140):
Montag, 31.12.: Training (11.45 Uhr) und Qualifikation (14.00)
Dienstag, 1.1.: Weltcup-Bewerb (14.00 Uhr)

Mittwoch, 2.1.: Ruhetag

INNSBRUCK

Bergisel-Stadion Olympiaschanze (HS 130):
Donnerstag, 3.1.: Training (11.30 Uhr) und Qualifikation (13.45 Uhr)
Freitag, 4.1.: Weltcup-Bewerb (13.45 Uhr)

BISCHOFSHOFEN

Paul-Außerleitner-Schanze (HS 140/Flutlicht):
Samstag, 5.1.: Training (14.15 Uhr) und Qualifikation (16.15 Uhr)
Sonntag, 6.1.: Weltcup-Bewerb (16.30 Uhr)

 

Offizielle Website

http://vierschanzentournee.com/


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