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    Zuletzt aktualisiert: 26.12.2010 um 15:04 UhrKommentare

    Erfolgshunger im ÖSV-Team noch lange nicht gestillt

    Wer gedacht hatte, dass Österreichs Schispringer in der nach-olympischen Saison lockerlassen, hat sich getäuscht. Cheftrainer Pointner lobt neues System im ÖSV und hat so viel Spaß wie noch nie.

    Andreas Kofler

    Foto © AP I Alessandro Della BellaAndreas Kofler

    Dank Thomas Morgenstern und Andreas Kofler, die sechs von sieben möglichen Weltcup-Einzelsiegen gefeiert haben, diktieren die ÖSV-Adler bisher auch die WM-Saison. Trotz aller Titel und Medaillen und einer seit Jahren fast schon unheimlichen Dominanz ist der Erfolgshunger im rot-weiß-roten Adlerhorst noch lange nicht gestillt.

    "Immer wieder neue Ziele vor Augen"

    Man kann des Siegens offenbar nicht müde werden und auch darin liegt eine Kunst. "Es gibt immer wieder neue Ziele und jeder Erfolg hat ja eine eigene Geschichte. Demnach wiederholt sich auch nichts, auch wenn man wieder ein Ergebnis vorliegen hat, aber eigentlich ist ja der Weg dorthin das Interessante", erklärt "Goldschmied" Alexander Pointner im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur die Philosophie dahinter. Die konstante Weiterentwicklung, das Einbringen neuer Ideen und Strukturen und ein immer größeres Netzwerk machen dem bald 40-jährigen, vierfachen Familienvater viel Freude und deshalb auch keineswegs amtsmüde.

    "Der Weg, den wir heuer gegangen sind, hat mir bis jetzt am meisten Spaß gemacht und ich glaube auch den Athleten", schildert Pointner. "Jeder kann sich entfalten, es sind auch sehr viele Leute, die in der ganzen Maschinerie mitspielen können und am Erfolg teilhaben können."

    Neues System eine "Riesenaufgabe"

    Schon 1997 habe sein derzeitiger Co-Trainer Alexander Diess einen ersten Entwurf für ein lückenloses Netz an Stützpunkt-Trainern geliefert. Ein System, das es in Deutschland, Finnland oder Norwegen schon lange gibt. "Das war eine Riesenaufgabe." Und nach den Strukturänderungen im ÖSV und dem Abgang von Toni Innauer als Nordischer Direktor ist dieses Netz auch auf alle Sparten innerhalb des ÖSV ausgedehnt worden. Nicht nur Ernst Vettori, der quasi die Agenden Innauers als nun "Sportlicher Leiter" übernommen hat, sondern auch der nun für alle Disziplinen zuständige Sportdirektor Hans Pum und der Leiter für Entwicklung, Forschung und Innovation, Toni Giger arbeiten eng mit den Nordischen zusammen.

    "Es ist eine gegenseitige Wertschätzung zwischen den Disziplinen da. Ich habe mir nie vorstellen können, dass ich mit dem Pum Hans oder dem Giger Toni so intensiv zusammenarbeiten kann, weil immer auch diese Positionierung im eigenen Verband da war", verrät Pointner. Nun gebe es ein tolles Arbeitsklima und den Zugriff auf alle Ressourcen des alpinen wie des nordischen Lagers. Gerade auf dem Materialsektor stellt dies einen unschätzbarer Vorteil dar.

    Große Änderungen und viel Arbeit

    "Unser Servicetechniker Mathias Hafele hat sich zu Beginn gefragt, ob er mit 24 Stunden am Tag auskommt, weil es in den Listen Parameter gibt, die er nicht gekannt hat", erklärte der Cheftrainer die akribische Dokumentation aller Faktoren. "Toni (Giger) macht sich dann Gedanken, was relevant ist für die einzelne Sportart. Weil es ist etwas anderes, wenn ein Schi im Biathlon gut läuft, in der Abfahrt, im Slalom oder im Schispringen." Daraus dennoch die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, um einen Disziplinen übergreifenden Fortschritt zu erreichen, ist eine von Gigers Hauptaufgaben. Pointner hat auch durch den Einsatz von Neuro-Coaching, einer Methode zur persönlichen Leistungsoptimierung, eine neue Motivation erhalten. Er arbeite da auf einer Ebene, wo er erst 40 bis 50 Prozent des Potenzials ausgeschöpft habe. "Momentan ist die Situation so, dass mich der eigentliche Kernbereich, der sportliche, wieder so fasziniert, weil ich Perspektiven sehe, dass ich mich selbst weiterentwickeln kann." Ein weiteres Engagement Pointners über die WM-Saison hinaus scheint aufgrund dieser Worte sehr plausibel.


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