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  • 23. Juli 2014 19:35 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 01.01.2010 um 20:03 UhrKommentare

    Der Mann im Schisprung-Zirkus, der keine Gnade kennt

    FIS-Kontrollor Sepp Gratzer jagt mit dem Porosimeter die "bösen Buben".

    Sepp Gratzer kontrolliert, ob Anzug & Co. passen

    Foto © ReutersSepp Gratzer kontrolliert, ob Anzug & Co. passen

    Wenn er vor die TV-Kameras tritt, dann ist sofort klar, dass es einem Athleten gleich an den Kragen geht. So war es auch nach dem Qualifikationsspringen in Garmisch: "Andreas Kofler und Simon Ammann wurden nachträglich disqualifiziert, weil beide einen zu großen Anzug verwendet haben", verkündete Sepp Gratzer mit grimmiger Miene. Der Kärntner, der selbst vier Mal an der Tournee teilgenommen hat, spielt im Weltcup seit 1992 den "Material-Polizisten". In seinem Kämmerchen, das mit dem Schild "Materialkontrolle" ausgewiesen ist, deckt der 54-Jährige alle Regelverstöße auf und bringt jeden Schummler gnadenlos zur Strecke.

    Der "Mann im Hintergrund"

    Der FIS-Angestellte ist Herr über viele interessante Geräte - so hat der "Mann im Hintergrund" in seinem Fundus neben einem Maßband und einer Handwaage auch einen Silberkoffer. Dessen Inhalt hat einen Wert von 15.000 Euro und trägt den geheimnisvollen Namen Porosimeter. Damit misst der hauptberufliche Zöllner ("Ich kenn' mich aus mit versteckten Sachen") die Luftdurchlässigkeit der Springer-Anzüge. Die genaue Formel lautet: Ein Anzug muss an jeder Stelle eine Durchlässigkeit von 40 Litern Luft pro Quadratmeter und Sekunde haben, der Stoff darf nicht dünner als vier und nicht dicker als fünf Zentimeter sein.

    Muss man als Athlet bei Gratzer antreten, so kann's auch passieren, dass man sogar die Hosen run-terlassen muss. Denn auch für die Unterwäsche gibt's eine strenge Formel: Maximal drei Zentimeter dick und 60 Liter Durchlässigkeit. Der Kärntner drückt aber auch in Sachen Gewicht und Schilänge kein Auge zu. Hier gilt: Der Schi darf höchstens 46 Prozent länger als die Körpergröße sein, die Maximallänge beträgt 2,70 Meter. Ein Beispiel: Ist der Athlet 1,70 m groß, dürfen seine Bretter nicht über 2,48 m hinausragen.

    ALEXANDER TAGGER

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