Der Mann, der Flügel verleiht
Cheftrainer Alex Pointner führt Österreichs "Adler" in die 58. Tournee.

Foto © GEPAAlexander Pointner gibt sich selbstbewusst
Alle Jahre wieder kommt das Christuskind", wurde heuer zu Weihnachten wieder in vielen Wohnzimmern dieser Welt geträllert. Und zur Freude der Kinder kam es auch wieder. Und zwar mit derselben Sicherheit wie auch Alexander Pointner alle Jahre wieder beim Neujahrsspringen in Garmisch am 1. Jänner mit tiefen Ringen unter den rot unterlaufenen Augen die Glückwünsche entgegennimmt. Österreichs Cheftrainer in Sachen Schispringen feiert nämlich am 31. Dezember nicht nur Silvester, sondern ab Mitternacht auch Geburtstag. Ja, Pointner ist ein Neujahrskind.
"Pointex"
Solchen wird ja besonderes Glück zugesprochen - und dieses scheint der Siegertyp auch gepachtet zu haben. Obwohl, ganz so richtig ist das nicht, denn die lange Erfolgsliste des 38-jährigen Tirolers basiert auf harter Arbeit, die nun schon seit ein paar Jahren Früchte trägt. 2004 von seinem "Ziehvater" Toni Innauer installiert, mauserte sich "Pointex" zum erfolgreichsten ÖSV-Trainer aller Zeiten. Auch dank Wolfgang Loitzl, der seinem Coach bei der WM in Liberec den lang ersehnten Einzel-Weltmeistertitel bescherte. Denn damit hat der Innsbrucker alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: Unter seiner Führung wuchsen Olympiasieger und Weltmeister im Einzel und im Team, ein Gesamtweltcupsieger, ein Tournee-Triumphator, Schiflug-Weltmeister und Nationencupsieger heran.
Pointner, der sich nicht über Ergebnislisten, sondern über Schlagwörter wie Persönlichkeitsbildung, Teamgeist und Imagepflege definiert, hievte den heimischen Sprungsport auch dank eines ausgeklügelten Systems inklusive Mental-Betreuer sowie Sport- und Ernährungswissenschaftlern in noch nie da gewesene Höhen.
Die Arbeit dieses Erfolgs-teams schlug sich auch in der heurigen, noch jungen Saison bereits wieder nieder. Vier der Top sechs im Weltcup springen für Rot-Weiß-Rot und zählen auch zu den Topfavoriten für die am 29. Dezember startende Vierschanzen-Tournee. Wie lange der vierfache Vater, dessen Vertrag ebenso wie der von Innauer im Sommer 2010 endet, dem ÖSV noch zur Verfügung steht, lässt "Pointex" offen. "Zuerst wollen wir das Olympiajahr erfolgreich abschließen." Gut so.
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Widhölzl analysiert
Andreas Widhölzl, Sieger der Vierschanzen-Tournee 1999/2000, steht zehn Jahre nach seinem wohl größten Einzeltriumph für Eurosport als Experte vor der Kamera.










