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Zuletzt aktualisiert: 24.12.2009 um 10:38 UhrKommentare

Die ÖSV-Adler auf der Suche nach der Konkurrenz

Österreich stellt im Gesamtweltcup gleich vier Springer in den Top sechs. Bis auf Simon Ammann schwächelt die Gegnerschaft. Was ist los mit den einstigen Königen der Lüfte?

Die fantastischen Vier

Foto © GEPADie fantastischen Vier

Nur kurz zur Erinnerung - und natürlich auch, weil es sich so schön liest: Der Sieger der 57. Vierschanzen-Tournee hieß Wolfgang Loitzl. So weit, so gut. Nun steht das 58. Schanzen-Spektakel vor der Tür (los geht's am 29. Dezember in Oberstdorf) und der heimische Schisprungfan darf sich schon jetzt entspannt zurücklehnen: Österreichs "Adler" unterstrichen im Vorfeld einmal mehr ihre Dominanz (unter den Top sechs finden sich gleich vier ÖSV-Hupfer) und sind erneut auf Sieg programmiert. Etwaige Einmischungen von Seiten der Gegnerschaft sind bis auf zwei Ausnahmen (der Schweizer "Schanzen-Potter" Simon Ammann und mit Abstrichen Wikinger Björn Einar Romören) nicht zu befürchten.

Klingt doch verlockend, oder? Aber andererseits auch fad. So erfreulich Siege in Rot-Weiß-Rot auch sind, ohne ernst zunehmendes Kräftemessen mit dem Rest der Welt ist's eben nur der halbe Spaß. Doch was ist los mit der Konkurrenz? Wie kommt's, dass Österreich im Nationencup bereits jetzt doppelt so viele Punkte wie der erste Verfolger Deutschland aufweist? Was ist los mit den einstigen Königen der Lüfte?

Schwächelnde Haudegen

Ganz ehrlich - bei denen ist die Luft draußen. Von den alten "Haudegen" ist es nur Loitzl (29 Jahre), der nach wie vor ganz vorne mitmischen kann. Der Rest? Der Deutsche Michael Uhrmann (31) ist als 11. im Gesamtweltcup noch am nächsten dran. Gefahr geht von ihm in seiner momentanen Verfassung aber ebenso wenig aus wie von Martin Schmitt (31).

Der einstige "Flugsaurier" ist nach dem letztjährigen Zwischenhoch, das ihm sogar überraschend WM-Silber auf der Großschanze von Liberec bescherte, wieder voll in der "Kiste" (derzeit Gesamt-23.). Der österreichische DSV-Trainer Werner Schuster vermochte es nicht, Schmitt wieder als Dauergast auf dem Siegerpodest zu installieren und klammert nun als seine Hoffnungen an Nachwuchsmann Pascal Bodmer.

Nicht viel besser bestellt ist es um Adam Malysz (32 Jahre/Gesamt-12.). Der "fliegende Schnauzbart" landete seinen letzten Weltcupsieg im Jahre Schnee, sprich im März 2007. Da ist es auch dem einstigen ÖSV-Coach Hannu Lepistö bis dato nicht gelungen, den Polen aus seinem hartnäckigen Tiefschlaf zu holen.

In der selben Klemme: Roar Ljökelsöy (33/21.), Jakub Janda (31/26.) und der ehemals fliegende Finne Matti Hautamäki (28/31.). Dessen Landsmann Janne Ahonen (32/15.) bleibt bei seinem Comeback derweilen auch noch hinter den in ihn investierten Erwartungen, ist als fünffacher Tournee-Gesamtsieger aber natürlich nicht zu unterschätzen. Vor allem - um ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner zu zitieren -, "wenn ihn die Aura der Tournee packt und zu Höchstleistungen antreibt."

"Wir sind so gut"

Doch warum die Schwächen der Gegner analysieren - Pointner hat einen viel besseren Ansatz: "Vielleicht sind die anderen gar nicht so schlecht, sondern wir einfach so gut. Und langweilig wird das Siegen bestimmt nicht - ich habe auf alle Fälle kein Problem damit." Da hat er eigentlich Recht.

ALEXANDER TAGGER

Umfrage

Wir möchten wissen: Wer gewinnt die Vierschanzen-Tournee? 

Martin Schmitt

Nach einem kurzen Hoch im letzten Jahr springt der "Milka-Man" wieder in der absoluten Bedeutungs-losigkeit.

Roar Ljökelsöy

2004 und 2005 beendete der Norsker den Gesamtweltcup jeweils auf Platz zwei. Seitdem herrscht bei dem Wikinger totale Flaute.

Michael Uhrmann

Mit Rang elf im Gesamtweltcup ist der Deutsche von den einstigen "Großen" noch am besten platziert.

Jakub Janda

2006 teilte sich der Tscheche noch mit Janne Ahonen den Tourneesieg. Seitdem hüpft er seiner Form vergebens hinterher.

Adam Malysz

Der fliegende Schnauzbart siegte zuletzt im Jahre Schnee, sprich im März 2007. Seine Glanzzeit ist längst vorbei.

Janne Ahonen

Der "Schweiger" aus dem hohen Norden gab heuer sein Comeback, doch kam der Motor bisweilen noch nicht wirklich ins Laufen.

61. Vierschanzen-Tournee

 

Skispringen: Termine 2012/13

 

Tournee Wertung

 


Das ÖSV-Tournee-Team

Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Martin Koch, Michael Hayböck, Manuel Fettner und Wolfgang Loitzl


Titelverteidiger: Gregor Schlierenzauer

 

Schispringen: Die besten Fotos

Saisonfinale in Planica 

Saisonfinale in Planica

 

Tournee-Programm 2012/13

OBERSTDORF

Schattenberg-Schanze (Hillsize 137 m/Flutlicht):
Samstag, 29.12.: Training (14.00 Uhr) und Qualifikation (16.00 Uhr)
Sonntag, 30.12.: Weltcup-Bewerb (16.00 Uhr)

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Große Olympiaschanze (HS 140):
Montag, 31.12.: Training (11.45 Uhr) und Qualifikation (14.00)
Dienstag, 1.1.: Weltcup-Bewerb (14.00 Uhr)

Mittwoch, 2.1.: Ruhetag

INNSBRUCK

Bergisel-Stadion Olympiaschanze (HS 130):
Donnerstag, 3.1.: Training (11.30 Uhr) und Qualifikation (13.45 Uhr)
Freitag, 4.1.: Weltcup-Bewerb (13.45 Uhr)

BISCHOFSHOFEN

Paul-Außerleitner-Schanze (HS 140/Flutlicht):
Samstag, 5.1.: Training (14.15 Uhr) und Qualifikation (16.15 Uhr)
Sonntag, 6.1.: Weltcup-Bewerb (16.30 Uhr)

 

Offizielle Website

http://vierschanzentournee.com/


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