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Zuletzt aktualisiert: 31.01.2013 um 19:51 UhrKommentare

"Skispringen ist ein Kopfsport"

Andi Kofler pausiert auch in Harrachov und bastelt stattdessen an seiner Form. Der Fokus des Tirolers, der nächste Woche in Willingen in den Weltcup zurückkehrt, liegt nun voll auf der WM.

Andi Kofler

Foto © APAAndi Kofler

Mit der Qualifikation auf dem Harrachover Flieger-Bakken hebt der Skisprung-Tross am Rande des Riesengebirges am Freitag (17.45 Uhr, Eurosport live) in die nächste Weltcup-Station ab. Mit dabei auf der Certak-Schanze sind aus rot-weiß-roter Sicht mit Gregor Schlierenzauer (der will seinen 47. Sieg), Wolfgang Loitzl, Martin Koch, Michael Hayböck und Lukas Müller die zuletzt üblichen Verdächtigen. Thomas Morgenstern und Andreas Kofler glänzen hingegen wie bereits in Vikersund erneut durch ihre Abwesenheit.

Kofler, derzeit als Siebenter noch zweitbester Österreicher im Gesamt-Weltcup, bastelt stattdessen in Innsbruck mit Stützpunkt-Trainer Markus Maurberger (der 43-Jährige hat auch großen Anteil am Erfolg von Schlierenzauer) akribisch an der Rückkehr in die Weltspitze. Warum er sich von dieser zuletzt verabschiedet hat? "Obwohl ich in Engelberg bereits kränklich war, habe ich dort noch Top-Ergebnisse erzielt. Vor der Vierschanzen-Tournee bin ich dann zehn Tage flach gelegen. Da war an ein Training nicht zu denken - und das hat sich in weiterer Folge leider gerächt."

Aber auch die Disqualifikation in Oberstdorf wegen des zu groß geschnittenen Anzugs hat seinen Teil dazu beigetragen. "Klar war das nicht einfach. Ich habe das mit der FIS mittlerweile abgeklärt. Es war bei weitem nicht so dramatisch, wie sie es damals ausgelegt haben. Das Thema ist jetzt gegessen und hat bei mir keinen Platz mehr." Alles in allem habe er sich aufgrund dieser Tatsachen "nicht olympisch gefühlt. Da beginnt man natürlich zu zweifeln. Und Skispringen ist nun einmal ein Kopfsport."

Der Fokus des Tirolers, der nächste Woche in Willingen in den Weltcup zurückkehrt, liegt nun voll auf der WM (ab 20. Februar). "Nach den letzten Ergebnissen von einer Medaille zu sprechen, wäre verwegen. Aber Edelmetall ist natürlich mein Ziel. Oft braucht es nur eine Kleinigkeit und schon läuft das Werk'l wieder."

ALEXANDER TAGGER

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