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Zuletzt aktualisiert: 19.10.2012 um 20:00 UhrKommentare

Ski-Stars schlüpften ins Wintergewand

Topmodisch präsentierten sich die heimischen Wintersport-Asse bei der traditionellen Einkleidung für die Saison 2012/13.

Marcel Hirscher und Anna Fenninger

Foto © APAMarcel Hirscher und Anna Fenninger

Der Andrang war enorm im Shoppingcenter Seiersberg. Die Ski-Stars kommen ja nicht alle Tage in die Steiermark, aber immerhin schon zum dritten Mal zu Christian Guzy und Manfred Klein, um die neue Mode des Winters zu präsentieren. Die letztlich für die Sportler Arbeitskleidung ist. "Aber", so sagt Marlies Schild, "auf einen Blaumann würde ich nicht so aufpassen. Die Skikleidung darf nicht schmutzig sein", sagt sie. Doch es gibt auch Differenzen. "Hellblau ist's" sagt ihr Freund Benni Raich zum neuen Übergewand, doch Schild (die zur beliebtesten Skifahrerin des Jahres gewählt wurde) kontert: "Das ist blitzblau! Der Benni hat halt davon keine Ahnung!" Offiziell sind die neuen Jacken übrigens azurblau . . .

Damit die Stars - wie Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Benjamin Karl, Christof Sumann, Mario Stecher, Kathrin Zettel oder Hannes Reichelt - die Mode in Graz präsentieren konnten, mussten sie einen Marathon-Tag in Kauf nehmen. "Tagwache war um 5.45 Uhr, um 7 Uhr ging's in den Lift, noch im Dunkeln. Nach den Zeitläufen so schnell wie möglich ins Hotel, fünf Minuten Zeit für Duschen und Umziehen und dann ins Flugzeug nach Graz", sagt Michaela Kirchgasser. Trotzdem macht man es gern. Auch wenn die Modeerklärungen der Salzburgerin ("Die Freizeitjacke ist in einem schönen Grün. Damit wir nach den Rennen auf die Pirsch gehen können") weniger ernst zu nehmen sind. Aber die Einkleidung ist Zeichen, dass es endlich losgeht: "Ich gehe mit einem großen Ziel in die Saison. Ich möchte bei der WM meine erste Einzelmedaille." Dann wird vielleicht geshoppt. Obwohl: "Ein Kleid um 500 Euro oder Schuhe um 350 Euro gibt's bei mir nicht."

Weltcupsieger Marcel Hirscher schrieb sich indes die Finger wund. Er ist der große Star - und spürt das auch: "Neulich war ich beim Ruperti-Kirtag in Salzburg, das war nicht mehr lustig, als man mich erkannt hat. Aber im Grunde geht es. Ins Kino kann ich noch gehen, Hollywood-Star bin ich ja keiner." Und auch er schaute genau auf die neue Wintermode: "Das ist mir schon wichtig. Auf meine eigenen Sachen schaue ich sowieso, bei den Rennanzügen ist die Funktionalität wichtig - und dass sie zwischen den Beinen nicht zwicken. Und aussehen sollten sie auch gut. Aber das tun sie ja!"

Großes Thema überall: die Ski-WM in Schladming. Worauf man vergeblich warten wird? Dass Lizz Görgl den WM-Eröffnungssong mit Andreas Gabalier singen wird. "Man muss sich weiterentwickeln: Singen war bei der WM in Garmisch, jetzt bin ich für etwas Neues offen." Verändert hat Snowboarderin Marion Kreiner schon einiges: "Ich habe neue Impulse gebraucht, weil sonst wird es langweilig. Deswegen habe ich bei meinem Material einiges verändert und studiere auf der Fernhochschule Riedlingen Wirtschaftspsychologie."

Was man für die WM braucht: Schnee. Steiermark-Tourismus-Boss Georg Bliem kam zwar von einer Sitzung für die nächste Sommersaison, ist aber guter Dinge. "Wir hatten am 15. August den ersten Frost. Eine alte Bauernregel besagt, dass es genau drei Monate später schneit - also Mitte November." Und das würde dann perfekt passen.

THOMAS PLAUDER, ALEX TAGGER, MICHAEL SCHUEN

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