Slowenien triumphiert - Österreich auf Platz zwei
Slowenien hat erstmals einen Teambewerb im Skifliegen für sich entschieden. 0,7 Punkte fehlten den österreichischen Adlern in Oberstdorf zum Sieg. Der zweite Durchgang wurde gestrichen.

Foto © GEPAVerhaltener Jubel bei den siegreichen Slowenen, die in Gedanken bei ihrem Teamkollegen Peter Prevc sind
Österreichs erfolgsverwöhnte Skisprung-Mannschaft musste sich am Sonntag beim Team-Skifliegen in Oberstdorf mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Thomas Morgenstern, Samstag-Sieger Martin Koch, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer kamen gemeinsam auf 731,8 Punkte. Damit lag das Quartett am Ende 0,7 Zähler hinter den siegreichen Slowenen. Den dritten Platz holte Norwegen.
Der Bewerb ging bei äußerst schwierigen und wechselnden Bedingungen in Szene. Der zweite Durchgang wurde aufgrund des schlechten Wetters nicht mehr ausgetragen.
Trotzdem hatte die rot-weiß-rote Mannschaft letztlich Grund zu jubeln. In der Schlussabrechnung der Team-Tour durfte sich das Quartett nämlich zum dritten Mal in Folge über den 100.000-Euro-Siegerscheck freuen. Mit insgesamt 3.055,9 Punkten hatten die ÖSV-Adler am Ende aber doch das bessere Ende für sich und siegten 25,9 Zähler vor Norwegen. Rang drei ging überraschend an Slowenien vor Gastgeber Deutschland.
"Ende gut, alles gut"
"Ende gut, alles gut. Es war eine Team-Tour, bei der wir sehr viel lernen durften und uns weiterentwickeln konnten. Es war nicht immer angenehm, besonders in Willingen", bilanzierte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner. Österreichs Mannschaft wird wie schon in den Vorjahren die 100.000 Euro in der gesamten Gruppe bis zu den Betreuern aufteilen.
Dabei hatte es Gregor Schlierenzauer als letzter ÖSV-Mann nicht nur nicht gut erwischt, ein kleiner Fehler ließ ihn schon bei 170,5 Metern landen. "Die Slowenen haben verdient gewonnen, 0,7 Punkte ist unheimlich knapp. Bei so einem Wettkampf mit immer wechselnden Winden kann sehr viel passieren, es war schon nicht ungefährlich", sagte Pointner.
Wie nahe Glück und Unglück beisammen liegen, zeigte das Beispiel der Slowenen. Die Freude über den Tagessieg war nur sehr verhalten, denn ihr Teamkamerad Peter Prevc stürzte bei Schanzenrekordweite von 225,5 m und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Er fällt damit für die Skiflug-WM am kommenden Wochenende in Vikersund aus.
















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