Goldi sucht die besten Springer
Unter 150 Kindern sucht Olympiasieger Andreas Goldberger am Sonntag in der Villacher Alpenarena nach Schisprung-Talenten. Geschäftsführer Franz Smoliner und Betriebsleiter Markus Knabl sorgen indes gemeinsam mit 25 ehrenamtlichen Helfern für optimale Bedingungen in der Alpenarena.

Foto © Hermann SobeHoch hinaus wollen am Sonntag die Talente
Nun, wirklich hoch wird die Schanze ja nicht sein und besonders weit werden die 150 Nachwuchs-Morgensterns und Mini-Kochs am Sonntag wohl auch nicht fliegen. Aber: "Schon beim Anlauf, beim Absprung und bei der Haltung erkennt man, ob es sich um ein Talent handelt oder nicht", erklärt Franz Smoliner, Geschäftsführer der Villacher Alpenarena. Der Bakken wird 50 Zentimeter weit sein, in der Breite vier Meter, damit nichts Unerwünschtes passieren kann. "Manche rutschen nur einfach drüber, andere setzen echt zum Sprung an." Und vor allem: Oben, wo die Vier- bis Neunjährigen Anlauf nehmen, sitzt "Goldi", Andreas Goldberger. Er tourt durch ganz Österreich auf der Suche nach Talenten, die noch in keinem Verein erfasst sind. Und er moderiert und motiviert, spricht den möglichen Überfliegern von morgen Mut zu.
"Wir bereiten die Alpenarena dafür bestens vor", sagt Smoliner. Und berichtet, dass er mit Betriebsleiter Markus Knabl und 25 ehrenamtlichen Helfern unermüdlich dabei ist, optimale Bedingungen zu schaffen.
Die Schanzen der Alpenarena, 15, 30, 60 und 90 Meter hoch, sind vorläufig für die Schnupperer noch tabu. Smoliner: "Die Kinder kommen zum Großteil aus dem Raum Villach-Stadt und -Land, auch in Achomitz gibt es ja eine traditionsreiche Sprungsschanze." Jörg Moser, Chef der Villacher Schiläufervereinigung, und sein Team helfen mit, dass sich sowohl Nachwuchsspringer als auch die prominente Jury wohlfühlen. "Heinz Kuttin wird ebenso miturteilen wie Fritz Koch", kündigt er an. Spannend an der Veranstaltung, zu der die Kinder nicht viel mehr mitbringen müssen als Basiskenntnise des Schifahrens, Helm und Alpinschier, ist die Tatsache, dass immer mehr auch die Mädchen die Schanzentische erobern wollen. "Wir würden uns gern auch den Damen-Weltcup angeln", sagt Smoliner. Bei den Trainingsmannschaften, die aus Italien und Slowenien in die Alpenarena kommen, stellen Mädchen bereits häufig die Hälfte der Teams.
"Wir sind auch international überhaupt die am besten gebuchte Ganzjahressprunganlage", berichtet Smoliner stolz. "Wir kommen auf 200 Trainingstage, wickeln Veranstaltungen mit bis zu 12.000 Besuchern ab."
Mit Ehrgeiz, Mut und etwas Überwindung starten die hoffnungsvollen Mini-Springer am Sonntag ab 10 Uhr.


















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