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Zuletzt aktualisiert: 30.11.2011 um 20:15 UhrKommentare

Der Sprung in eine neue Ära

Am Samstag feiert Damen-Schispringen in Lillehammer Weltcup-Premiere. Trotz ihrer Meniskus-Operation gilt die Eisenerzerin Daniela Iraschko als große Favoritin.

Daniela Iraschko

Foto © GEPADaniela Iraschko

Vor drei Wochen wurde sie am Meniskus operiert und bekam erst im allerletzten Moment grünes Licht für einen Start bei der samstägigen Weltcup-Premiere in Lillehammer. Im Gegensatz zur ihrer Konkurrenz hat sie auch noch keinen einzigen Schnee-Sprung in den Beinen - und dennoch: Daniela Iraschko macht sich keinen Stress.

Erstens, "weil die Österreicher in Kuusamo bewiesen haben, dass man auch ohne vorigen Schneekontakt gewinnen kann". Und zweitens, "weil ich auf mein Grundsystem vertraue und es jederzeit abrufen kann", sagt die Steirerin. Dieses Grundsystem ist im Damen-Lager einzigartig und bescherte der 28-Jährigen heuer in Oslo den Weltmeistertitel sowie eine erdrückende Dominanz im Continentalcup. Dort feierte die Eisenerzerin bislang 43 Erfolge und holte in den letzten beiden Jahren jeweils den Gesamtsieg. Ihr Geheimnis? "Ich bin auf der Schanze sehr aggressiv und habe den Mut, einen Sprung voll durchzuziehen. Das ist entscheidend", betont Iraschko, die übrigens auch bei der WM in Oslo wegen einer Verletzung erst in letzter Sekunde angereist war und trotzdem zu Gold segelte.

Neun Stationen

Neun Stationen mit 14 Bewerben umfasst der heuer erstmals ausgetragene Damen-Weltcup, der ausschließlich auf Normalschanzen über die Bühne geht und auch live über die TV-Bildschirme flimmert. Mit 2450 Euro gibt's für den Tagessieg auch erstmals einen dicken Preisgeldscheck. Logisch, dass sich die Polizei-Schülerin vom Geldkuchen gleich ein großes Stück abschneiden und so möglichst bald den Traum "von einer eigenen Wohnung in Innsbruck erfüllen will".

Und wenn es in Lillehammer noch nicht mit dem Sprung auf das Podest klappt? "Dann geht die Welt nicht unter. Die Saison ist lange", sagt Iraschko, die im Sommer bei Wacker Innsbruck in der Damen-Fußball-Bundesliga das Tor hütet und auf Rang vier überwintert. Iraschko hat übrigens ein kleines "Kopfproblem": "Ich habe meinen Kopfsponsor verloren und noch keinen Ersatz. Interessenten bitte melden!"

ALEXANDER TAGGER

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