Abflug, aber noch kein konkretes Ziel
Dieses Wochenende starten die Springer in Kuusamo in die neue Saison. Wolfgang Loitzl setzt auf neue Schi und ist schon heiß auf den Winter, David Zauner steigt erst in Lillehammer in den Weltcup ein.

Foto © GEPAWolfgang Loitzl im 16. Weltcup-Winter
Die Tischchen sind hochgeklappt, die Rücklehnen in aufrechter Position und die Passagiere angeschnallt - Österreichs Adler heben am Dienstag von München aus Richtung Kuusamo und damit in die neue Saison ab.
Routinier hebt ab
Mit an Bord ist auch wieder Wolfgang Loitzl. Der 31-jährige Steirer startet bereits in seinen 16. Weltcup-Winter. Ob der Routinier mit Motivationsproblemen zu kämpfen hat? Keineswegs! "Ich bin schon voller Vorfreude. Nach der schönen Zeit mit der Familie freue ich mich jetzt schon wieder darauf, die anderen Kollegen zu treffen und mich mit ihnen im Wettkampf zu messen".
Nach der mittelmäßigen Vorsaison (13. im Gesamtweltcup) hat der Steirer bereits zum achten Mal in seiner Karriere den Schi gewechselt und fliegt jetzt auf die Marke fluege.de. "Der neue Schi ist bis zu einem halben km/h schneller - das kann ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz sein", weiß Loitzl, der dieses Wochenende in Kuusamo auf einen erfolgreichen Auftakt hofft.
Letztes Jahr landete er dort nur auf dem 16. Platz - "das hat mich gleich zum Saisonstart rausgebracht", erinnert sich der Bad Mitterndorfer, der heuer vor allem "Spaß haben und gut springen will. Stellen sich die Erfolge ein, ergeben sich die Ziele automatisch. Da kann ich mir sogar vorstellen, bei der Schiflug-WM in Vikersund zuzuschlagen".
Zauner in der Ramsau
Während seine Kollegen am Dienstag also Richtung finnische Region Nordösterbotten aufbrechen, legt David Zauner eine weitere Trainings-Session in der Ramsau ein. Nach seinem Kreuzbandriss, der ihn die gesamte letzte Saison lahmgelegt hatte, steigt der Eisenerzer erst eine Woche später in Lillehammer in den Weltcup ein. Das neue Motto des 26-Jährigen lautet "Gesund sein und gesund bleiben". Mit konkreten Zielen kann und will der Steirer hingegen nicht dienen.
"Meine Einstellung hat sich geändert, ich bin nicht mehr auf Erfolge getrimmt, lasse alles nur noch auf mich zukommen und sehe Erfolge nur noch als Zugabe".










