Morgenstern flog als "Doppeldecker"
Machtdemonstration der ÖSV-Adler: Am Samstag machte Morgenstern seinen ersten Sieg perfekt. Am Sonntag gelang ihm die Wiederholung dieses Triumphs. Kofler wird wieder Vierter, Schlieri nur Zwanzigster.

Foto © GEPAThomas Morgenstern
War das beeindruckend: Thomas Morgenstern segelte im zweiten Weltcup-Springen in Lillehammer auf 135 bzw. 137 Meter hinunter und gewann damit 9,4 Punkte vor dem Finnen Ville Larinto bzw. 10,9 Zähler vor dem Schweizer Simon Ammann. Andreas Kofler verfehlte als Vierter das Podest nur um 3,2 Punkte. Mit dem Double in Norwegen hat Morgenstern im Gesamt-Weltcup bereits 73 Punkte Vorsprung auf Larinto bzw. 75 auf Teamkollegen Kofler.
"Es macht mir wieder irrsinnig viel Spaß", sagte Morgenstern nach seinem insgesamt 16. Weltcup-Triumph, "Ich mache ja diesen Sport, weil ich weit fliegen will, das fühlt sich gut an und taugt mir am meisten." ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner ergänzt: "Das war eine fehlerfreie Leistung. Thomas ist diesmal mit noch mehr Ruhe und Sicherheit als bei seinem Sieg am Vortag an die Sache herangegangen."
Fehler verboten
Eine Fehlerfreiheit, die aufgrund der Dichte an der Spitze aber auch unbedingt nötig sei, wie man am Beispiel Kofler gesehen hat. Trotz eines Supersprungs im Finaldurchgang gab es für den Tiroler "nur" den vierten Platz.
Das Geheimnis von Morgensterns Renaissance? "Er hat im Sommer sehr gewissenhaft gearbeitet, auch an den technischen Neuerungen wie dem flacheren Führen der Schi. Die Bindung ist dabei nur ein ganz kleiner Bruchteil des Ganzen", fährt Pointner fort.
Nicht nach Wunsch ist es erneut für Gregor Schlierenzauer gelaufen. Der Tiroler kam über den 20. Platz nicht hinaus. Pointner hofft auf Geduld: "Er muss sich ,step by step' herantasten und sich Zeit geben. Ich bin sicher, dass er bei der Vierschanzen-Tournee schon wieder eine größere Rolle spielt."
Und Wolfgang Loitzl? Der Steirer belegte unmittelbar vor Manuel Fettner den elften Platz.












