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Zuletzt aktualisiert: 13.02.2010 um 14:43 UhrKommentare

Freundin Kristina und Eltern drücken "Morgi" die Daumen

Eine kleine, aber feine Fan-Schar unterstützt Thomas Morgenstern, einen der Medaillenfavoriten für den ersten Olympiabewerb der Skispringer im Whistler Olympic Park, seit Freitag.

In Turin war Kristina bei beiden Goldenen vor Ort

Foto © GEPAIn Turin war Kristina bei beiden Goldenen vor Ort

Nach einer Anreise-Odyssee sind Freundin Kristina sowie die Eltern des Doppel-Olympiasiegers in Kanada angekommen und quasi ohne Schlaf gleich direkt an die Schanze zur Qualifikation gekommen. Freundin Kristina war schon bestens informiert über den Formzustand ihres Thomas: "Er ist sehr gut drauf, das hat er auch am Telefon schon berichtet. Es schaut gut aus, aber was ich gesehen habe, gibt es schon sehr viele Favoriten. Die Haltung wird vieles entscheiden. Hoffentlich sind faire Bedingungen, dann wird es auch einen verdienten Olympiasieger geben", meinte Kristina auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur.

"www.seeboden.at fliegt auf Thomas Morgenstern"

Der 23-jährige Kärntner hatte ja in den drei Tagen den besten Eindruck der ÖSV-Adler auf dem kleinen Bakken hinterlassen. Die ein Jahr jüngere Kristina, die seit über sieben Jahren mit Morgenstern zusammen ist, ihn aber schon seit der Schulzeit kennt, ist lieber am Schauplatz selbst zum Daumen drücken. "Vor Ort bin ich nicht so aufgeregt wie daheim vorm Fernseher. Da ist man unter Leuten, da pusht man sich nicht so auf. Man kriegt bei der Schanze auch weniger mit." Für Morgenstern könnte es ein gutes Omen sein, dass seine Kristina im Auslauf auf ihn wartet. Denn vor vier Jahren, als er sensationell Doppel-Olympiasieger wurde, war sie auch dabei. "Nur bei der großen (Schanze-Anm.) und beim Team, also bei den zwei Goldenen", meint sie lachend und hofft, dass es ein gutes Omen für den Naturburschen aus Seeboden ist. Woher Morgenstern kommt, weiß jeder spätestens dann, wenn er das große gelbe Transparent "www.seeboden.at fliegt auf Thomas Morgenstern" gesehen hat.

Morgenstern baut fleißig an seinem Haus, schon bald wird eingezogen. "Es ist bald fertig. Der Tischler macht gerade die letzten Handgriffe, nach der Saison wollen wir gemütlich einziehen", verrät Kristina, die sonst nur zu Springen in der Nähe reist. "Einmal im Jahr machen wir aber eine größere Reise - einmal waren wir in Japan mit der Familie, einmal in Norwegen." Papa Franz Morgenstern ist stolz auf seinen Buben. "Er ist super in Form, hat ganz toll trainiert heuer. Er hat sich irrsinnig auf Olympia vorbereitet und wir sind deswegen da her gefahren, damit wir ihn voll unterstützen und mit ihm vielleicht eine Medaille feiern können." Für den Papa würde jede Medaille wie Gold glänzen.

Die Anreise nach Kanada war allerdings nicht von schlechten Eltern. "Es ist manchmal schwierig, durch die Welt zu reisen. Wir hatten in Klagenfurt eine Stunde Verspätung wegen Schnee, in München drei Stunden und in Chicago fünf Stunden Verspätung, weil die Maschine ausgefallen ist", so Morgenstern senior. Bei der Ankunft in Vancouver um zwei Uhr morgens hatte dann der vereinbarte Mietwagenverleih bereits geschlossen, es galt eine andere Firma zu finden. Schlaf gab es dann gar keinen für die Familie. "Wir waren um 05.00 Uhr früh da, haben noch gefrühstückt und sind gleich auf die Schanze gefahren." Doch der Trip war es wert. "Wenn man den Buben runterspringen sieht, entschädigt einen das wieder für alles", sagt Franz Morgenstern strahlend - und man glaubt es ihm.

GERALD WIDHALM/APA

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