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Zuletzt aktualisiert: 07.03.2010 um 19:36 UhrKommentare

Zwei Hundertstel am Sieg vorbei

Hannes Reichelt im Kvitfjell-Super-G Zweiter hinter Erik Guay und erstmals in der Saison auf dem Podest. Macht Walchhofer weiter?

Hannes Reichelt verpasste den Sieg um nur zwei Hundertstel

Foto © GEPAHannes Reichelt verpasste den Sieg um nur zwei Hundertstel

Das Glück war den österreichischen Schi-Herren einmal mehr nicht wirklich hold. Auch beim Super-G in Kvitfjell gab es keinen rot-weiß-roten Sieg, obwohl es diesmal denkbar knapp herging. Hannes Reichelt, der in dieser Saison zuvor noch nie auf dem Podest gewesen war, legte mit der Startnummer 1 eine starke Zeit hin. Am Ende musste er sich nur einem geschlagen geben - dem Kanadier Erik Guay. Und der war um ganze zwei Hundertstel schneller als der Salzburger.

Der Norweger Aksel Lund Svindal und der Schweizer Tobias Grünenfelder wurden ex aequo Dritte, Mario Scheiber und Michael Walchhofer machten mit den Plätzen fünf und sechs das mannschaftlich starke Ergebnis der Österreicher perfekt. Walchhofer geht als Super-G-Weltcup-Führender ins Finale in Garmisch-Partenkirchen, vor dem letzten Rennen am Donnerstag führt der Salzburger 46 Punkte vor Svindal und 69 Zähler vor Guay.

"Heute durfte ich endlich beweisen, dass ich im Super-G wieder schnell bin", meinte Reichelt, der trotz eines neuerlichen Schlags auf seinen lädierten Ellbogen die Zähne zusammenbiss. Es wäre ohne Weiteres auch der erste Sieg seit dem Bormio-Super-G 2008 drinnen gewesen. "Leider habe ich oben viel Zeit verloren, danach war es ein guter Lauf", sagte der 29-Jährige, der die besser werdende Formkurve auch in Garmisch unter Beweis stellen will.

Raich nur auf Platz 19

Gesamt-Weltcup-Leader Benjamin Raich kam nicht über Rang 19 hinaus, sein Vorsprung auf den Schweizer Carlo Janka (Siebenter) schmolz auf 46 Punkte. "Ich habe heute überhaupt nicht an den Weltcup gedacht und wollte richtig angreifen. Aber in den wichtigen Kurven ist viel liegen geblieben", erklärte der Tiroler, der auch in Garmisch nicht taktieren, sondern "voll angreifen" möchte.

Und Michi Walchhofer? "Das Rennen war nicht optimal, aber auf jeden Fall positiver als die Abfahrt." Womit er sicher recht hat, denn da lag der Routinier nur auf Platz 15. "Svindal ist derzeit so stark, dass ich in Garmisch sicher nicht zu taktieren brauche, der kann jedes Rennen gewinnen", ergänzte "Walchi".

Ob der 34-Jährige noch eine Saison weitermacht, steht derzeit noch nicht definitiv fest. "Es ist durchaus möglich, denn ich bin noch relativ gut drauf und kann noch jederzeit vorne mitfahren", meinte der Salzburger im Anschluss an die Weltcup-Rennen in Kvitfjell.

Walchhofer, der bei Olympia in Vancouver die angestrebte Medaille verpasst hatte, könnte damit 2011 in Garmisch-Partenkirchen auf seinen zweiten Abfahrts-WM-Titel nach 2003 losgehen. Für den dreifachen Abfahrts-Weltcup-Sieger sind noch "eine gewisse Spannung und ein Reiz da. Nämlich der, mit den Jungen zu fighten und sie vielleicht manchmal auch zu besiegen. Und einige Ältere sind ja auch noch im Starterfeld dabei, da kann ich durchaus auch noch ein Jahr anhängen."


Nationenwertung 2012/2013

 




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