Maze: "Es ist unglaublich"
Nachgefragt bei Tina Maze (29), die am Sonntag den Super-G in St. Anton für sich entschieden und damit als sechste Rennläuferin der Geschichte Weltcupbewerbe in allen fünf klassischen Disziplinen gewonnen hat:
Sie haben nun Siege in allen fünf klassischen
Alpin-Disziplinen. Wie sehr hat Sie der Gedanke heute begleitet,
dass es klappen könnte?
TINA MAZE: Natürlich denkt man über das nach, wenn man knapp dran
ist. Ich habe es ja schon letztes Jahr probiert, bin auch schon sehr
knapp dran gewesen. Heute habe ich alles gegeben. Aber während des
Rennens kannst du nicht an die Statistik denken, sondern nur an
deine Fahrt, da musst du voll attackieren.
Wieviel bedeutet Ihnen dieser Erfolg?
MAZE: Sehr viel. Es ist unglaublich. Ich hatte mir dies als Ziel
für diese Saison vorgenommen. Ich bin sehr zufrieden, denn ich
wollte das unbedingt erreichen. Gestern habe ich mir gesagt, dass
ich ruhig bleiben muss. Und das habe ich gemacht.
Im Gesamtweltcup haben Sie nach 20 Rennen 1.289 Punkte auf
den Konto. Ist der Rekord von 2.000 Punkten möglich?
MAZE: Der Vorsprung ist super, es ist bisher eine unglaubliche
Saison. Ich fahre super stark und wenn ich so weitermache, sind die
2.000 Punkte realistisch. Aber ich schaue von Rennen zu Rennen. Ich
habe so viel Arbeit, dass ich nicht so viel an die Punkte denke.
Heute trinke ich einen Champagner, denn es ist ein unglaublicher
Tag.
Dienstag steht schon wieder der Slalom in Flachau auf dem
Programm. Wie gelingt die rasche Umstellung?
MAZE: Ich mache dieses Programm seit fünf Jahren und habe keine
Probleme. Es fällt mir leicht, zwischen den Disziplinen zu wechseln.
Mir gefällt dieses Programm, da wird einem nicht langweilig.
Würden Sie gerne öfters Rennen in St. Anton fahren?
MAZE: Ja, ich mag den Berg, der Kurs ist technisch. Die Abfahrt
war eine Herausforderung, auch weil es im Rennen von den Bedingungen
her anders als im Training war. Aber heute war es perfekt, es war
nicht mehr viel weicher Schnee drinnen. Ich hätte gerne mehr solche
Rennen. Darum geht es ja im Sport. Es soll ja auch nicht leicht,
sondern die Pisten sollen eine Herausforderung sein. Da sieht man,
wer gut ist und wer nicht.
Sie haben Ihr eigenes Team aus italienischen und
slowenischen Betreuern. Fehlt es nicht manchmal an interner
Konkurrenz?
MAZE: Ich habe die besten Betreuer, die ich mir vorstellen kann.
Deshalb sind wir so ein starkes Team. Natürlich braucht man manchmal
Konkurrenz, aber beim Rennen ist sie ja da. Und die anderen Damen
pushen mich dann so, dass ich schnell fahre.
Features
Fotoserie
Damen-Super-G, Endstand
- T. Maze (SLO) 1:16:55
- A. Fenninger (AUT) +0,04
- F. Suter (SUI) +0,99
- L. Vonn (USA) +1,00
- M. Höfl-Riesch (GER) +1,09
- J. Mancuso (USA) +1,20
- L. Gut (SUI) +1,26
- V. Rebensburg (GER) +1,30
- F. Aufdenblatten (SUI) +1,49
- A. Fischbacher (AUT) +1,52















