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    Zuletzt aktualisiert: 28.12.2012 um 20:21 UhrKommentare

    In Bormio ist Vertrauen gefragt

    Olympiasieger Fritz Strobl analysiert für die Kleine Zeitung die Bormio-Abfahrt.

    Fritz Strobl anno 2002

    Foto © GEPAFritz Strobl anno 2002

    Auch wenn Weihnachten gerade erst vorbei ist, bin ich ehrlich: Bis zum letzten Training war ich alles andere als überzeugt davon, dass es für die österreichischen Abfahrer in Bormio ein verspätetes Weihnachtsgeschenk geben wird. Weil ich der Überzeugung war, dass Klaus Kröll nach wie vor ein bisserl fehlt, um ganz oben zu stehen. Und weil ich gefürchtet habe, dass den Jungen die Watsch'n aus Gröden noch zu schaffen macht. Und zum Dritten, weil das erste Training in Bormio oft mehr Anhaltspunkte gibt als woanders. Warum? Ganz einfach: Weil Bormio eine der härtesten Abfahrten des Winters ist und eine Bestzeit noch mehr beflügelt als anderswo. Und dann legen unsere Burschen im zweiten Training derart zu. Das beruhigt mich, weil diese Strecke uns Österreichern ja eigentlich liegt. Und es lässt hoffen - vorausgesetzt, Klaus kann endlich auch im Rennen so zuschlagen wie im Training. Vom Material her, so viel kann ich sagen, sollte es also passen. Denn das funktioniert auch gut, wenn die Strecke unruhiger wird - und davon ist nach den zwei Trainings auszugehen.

    Auch für mich war Bormio - zumindest im Nachhinein - so etwas wie eine Lieblingsstrecke. Als ich aktiv war, war das Verhältnis noch nicht so innig, weil die Abfahrt einfach alles von dir fordert und alles andere als lustig ist. Trotzdem war ich praktisch immer schon im ersten Training gut unterwegs. Und damit komme ich darauf zurück, was ich nach dem ersten Training befürchtet habe, in dem die Österreicher ein wenig zurück waren. Für mich war dieser erste Lauf immer wichtig. Das mag daran liegen, dass ich sicherer unterwegs war, wenn ich attackiert habe, statt zu versuchen, kontrolliert zu fahren. Und wenn du das tust, bist du automatisch schnell. Das hat sich in Bormio auch in den Rennen gezeigt, wo ich mit insgesamt sieben Podestplätzen ganz gut abgeschnitten habe. Mitverantwortlich dafür war sicher das Selbstvertrauen, das ich mir schon im ersten Training geholt hatte. Was den Unterschied ausmacht: Wenn du in Bormio im Training vorne dabei bist, weißt du, dass es wenig gibt, was dich aufhalten kann. Denn hier spielt der Abfahrer eine größere Rolle als das Material. Wer hier zögert und nicht entschlossen seine Linie durchzieht und von ihr überzeugt ist, wird nicht vorne landen. Mit der Sicherheit aus den Trainings war mir am Renntag schon am Sessellift klar: Wenn ich keine Fehler mache, habe ich die meisten im Sack. Und so war es dann auch.

    Zum Schluss: Bis zum neuen Jahr ist es nicht mehr weit. Und auch unsere Burschen werden sich viele Vorsätze machen. Einer der wichtigsten sollte sein, sich auf die Rennen zu freuen, nicht mit dem Umfeld oder Bedingungen zu hadern, sondern zu attackieren. Dann klappt das auch mit dem ersten Sieg. Vielleicht sogar am Samstag - es wäre ein schönes, verspätetes Weihnachtsgeschenk.


    Zur Person

    Fritz Strobl (40) war 2002 Olympiasieger in der Abfahrt und gewann im Weltcup sieben Abfahrten und zwei Super-G.

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