Die Leiden der jungen Marlies
Es begann schon vor 18 Jahren, als Marlies Schild gerade einmal 13 war: Sie stürzte bei einem Salzburger Landescup-Rennen, zog sich dabei einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. Und seither dauert für die 31-Jährige der Leidensweg an. Es folgte noch ein zweiter Kreuzbandriss, insgesamt musste die Salzburgerin ihre Knie bereits sechs Mal operativ in Ordnung bringen lassen. Seit vielen Jahren ist die Freundin von Bennie Raich ständiger Gast in einer Klinik im schweizerischen Bad Ragaz im Kanton St. Gallen. "Auf Empfehlung von Sonja Nef ist Marlies in diesen Kurort gekommen. Dort wurde zuerst das Gen-Muster von ihrem Knieknorpel festgestellt und nach diesem Muster ein Gel gemischt, welches ihr injiziert wird", verriet Vater Josef.
Als ob das nicht schon genug wäre. Am 9. Oktober 2008 erlitt Schild bei einem schweren Sturz auf dem Rettenbachferner-Gletscher in Sölden einen Trümmerbruch im linken Unterschenkel und eine Fraktur des linken Schienbeinkopfes - sogar das Karriereende stand im Raum. Es folgten Operationen und monatelange Rehabilitation. "Dank ihrer Leidenschaft für den Skisport und ihrer Einstellung kam sie zurück in den Weltcup. Noch am Freitag heißt es, es ist ein Wunder", sagt der Papa. Noch eine Fähigkeit zeichnet die Slalom-Weltmeisterin 2011 aus: Sie kann Schmerzen "wegdenken". "Gerade in der Zeit nach dem Sturz auf dem Gletscher trainierte Marlies das mit Mentalcoach Thomas Wörz. Sie kann den Fokus so auf das Rennen lenken, dass sie nichts mehr spürt", erklärt Josef Schild.














