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    Zuletzt aktualisiert: 27.10.2012 um 11:50 UhrKommentare

    Bestürztes ÖSV-Team nach Sieber-Tod mit Trauerflor

    Die Nachricht vom Tod des Vorarlberger Rennläufers Björn Sieber (23) hat Athleten, Trainer und Funktionäre in einen Schockzustand versetzt.

    Björn Sieber

    Foto © APABjörn Sieber

    Björn Sieber hätte auf dem Rettenbachferner als Vorläufer an den Start gehen sollen. "Wir sind alle bestürzt, dadurch rückt alles andere in den Hintergrund", meinte Siebers Vorarlberger Landsmann Mathias Berthold. "Björn war ein fantastischer Mensch, den wir sehr vermissen werden. Er war sehr beliebt in der Mannschaft. Björn war ruhig, sympathisch und zielstrebig", sagte der mit den Tränen kämpfende Männer-Cheftrainer über seinen verstorbenen Schützling.

    ÖSV-Verbandsboss Peter Schröcksnadel bestätigte, dass die Rennen im Ötztal trotz des Todesfalls programmgemäß über die Bühne gehen sollen. "Eine Absage wäre ganz sicher nicht in Björns Sinn", meinte der Tiroler. Die ÖSV-Frauen und -Männer werden am Samstag und Sonntag mit Trauerflor an den Start gehen. "Durch diesen traurigen Anlass relativiert sich alles, was wir tun", erklärte Schröcksnadel. Der ÖSV stellt seinen Athleten frei, ob sie am Sonntag ins Rennen gehen wollen. Es ist jedoch gemäß Einschätzungen von Pum und Berthold mit keinen Startverzichten zu rechnen. "Wie ich Björn gekannt habe, würde er wollen, dass wir fahren. Wir werden auf jeden Fall für Björn fahren und fighten", meinte Berthold.

    "Jungs sind teilweise miteinander aufgewachsen"

    Pum übermittelte Siebers Familie im Namen des Verbands sein "tiefstes Mitgefühl". "Ich hoffe für seine Familie, dass Björns Bruder Marc die Kraft findet und überlebt", erklärte der Oberösterreicher. "Unsere Sportler verbringen mehr Zeit miteinander als mit mit ihren Familien. Dadurch entstehen tiefe Freundschaften und dementsprechend weh tut es", meinte Pum weiter. "Die Jungs sind teilweise miteinander aufgewachsen", erklärte Berthold den Schockzustand seiner Mannen. Sieber hatte zuletzt die ÖSV-interne Qualifikation für den Saison-Auftakt-Riesentorlauf in Sölden bestritten, das Ticket aber verpasst. Im Junioren-Bereich war Sieber Riesentorlauf-Vize-Weltmeister 2009 und Super-G-WM-Dritter 2008. Im Weltcup war Platz sieben in der Super-Kombination 2011 in Bansko sein bestes Ergebnis, bei der WM 2011 belegte Sieber in der Super-Kombi Rang 13.

    Reaktionen zu Siebers Tod:

    Hans Pum (ÖSV-Sportdirektor): "Der ganze Verband ist tief betroffen. Ich möchte Björns Familie unser tiefstes Mitgefühl übermitteln. Ich hoffe für seine Familie, dass Björns Bruder Marc die Kraft findet und überlebt. Skifahrer sind Einzelsportler, aber in den letzten Stunden hat man gesehen, was Teamgeist heißt. Alle in der Mannschaft geben sich gegenseitig Kraft. Unsere Sportler verbringen mehr Zeit miteinander als mit mit ihren Familien. Dadurch entstehen tiefe Freundschaften und dementsprechend weh tut es. Ich glaube nicht, dass die Athleten auf einen Start verzichten werden, sie wollen für Björn fahren."

    Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): "Durch diesen traurigen Anlass relativiert sich alles, was wir tun. Das Rennen wird stattfinden, eine Absage wäre ganz sicher nicht in Björns Sinn. Sowohl unsere Damen als auch unsere Herren werden hier in Sölden mit Trauerflor an den Start gehen."

    Gian Franco Kasper (FIS-Präsident): "Es tut immer weh, ein Mitglied der Skifamilie auf so tragische Art zu verlieren. Es ist ein Schock für uns alle. Unser mehr als herzliches Beileid gilt der Familie. Es soll nicht sarkastisch klingen aber es stützt meine Theorie, dass das gefährlichste an einem Skirennen die Anfahrt ist."

    Rainer Gstrein (Trainer von Sieber im ÖSV): "Er war in unserer Skifamilie einer, der das Zeug für eine ganz große Karriere gehabt hätte. Bisher wurde er etwas unter seinem Wert geschlagen. Aber er war bereits WM-Starter, auf ihn hatte der ÖSV in Zukunft gebaut. Ich bin überzeugt, er wäre ein ganz Großer geworden."

    Herbert Mandl (ÖSV-Damenchef): "Es ist immer schlimm, wenn ein Mannschaftsmitglied so tragisch aus dem Leben scheidet. Wir sind nun viele Jahre verschont geblieben, jetzt hat es uns wieder eingeholt. Wir sind alle so viel mit dem Auto unterwegs und ich kann nur hoffen, dass sich jetzt die Aufmerksamkeit verstärkt an alle richtet, noch vorsichtiger zu fahren."


    Audio

    Kleine Zeitung Benni Raich über Björn Sieber

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    Kleine Zeitung Hannes Reichelt zur Tragödie

    Trauerminute für Sieber bei Mannschaftsführersitzung

    Der Ski-Weltcup hat den am Freitag tödlich verunglückten Rennläufer Björn Sieber mit einer Trauerminute gewürdigt. Beim Treffen der Mannschaftsführer in Sölden standen auf Bitte von Rennleiter Rainer Gstrein, der auch Siebers Gruppentrainer war, alle Teamvertreter sowie die Funktionäre des Internationalen Skiverbandes (FIS) von ihren Plätzen auf. Sieber war bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der 23-Jährige wäre am Sonntag im Sölden-Riesentorlauf als Vorläufer gestartet.

    Björn Sieber ist schon das 16. Todesopfer

    Wieder einmal hat der Tod im Österreichischen Skiverband zugeschlagen. Björn Sieber ist bereits das 16. Todesopfer seit 1976. Damals starb Österreichs erste Gesamtweltcupsiegerin Gertrud Gabl am Arlberg bei einem Lawinenunglück. 1984 verunglückt Abfahrtsweltmeister Sepp Walcher bei einem Hobbyrennen auf der Hochwurzen tödlich. Vier Jahre später wird bei Olympia in Calgary ÖSV-Mannschaftsarzt Jörg Oberhammer von einer Pistenraupe überrollt.

    Es folgt das schwärzeste Jahr - 1991. Gernot Reinstadler stürzt bei der Qualifikation für die Lauberhornabfahrt zu Tode. Der dreifache Weltmeister Rudi Nierlich und Alois Kahr, der Cheftrainer der Slalom-Frauen, kommen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

    1992 stirbt Abfahrer Peter Wirnsberger II beim Hobby-Skifahren. 1994 erschüttert das Drama um Super-G-Weltmeisterin Ulrike Meier (Genickbruch in der Abfahrt von Garmisch) den Skizirkus und Nachwuchsläufer Christoph Laimer stürzt beim Training am Pitztaler Gletscher in eine Gletscherspalte.

    1996 verunglückt Richard Kröll auf der Heimfahrt vom Training tödlich, 1999 stirbt der zweifache Langlauf-Olympiateilnehmer Alois Schwarz bei einem Verkehrsunfall. 2000 sind unter den 155 Opfern der Brandkatastrophe in Kaprun auch zwei ÖSV-Mitglieder - die beiden burgenländischen Snowboarder Arthur Warias und Judith Jindra.

    2001 schlägt der Tod neuerlich zu. Springer-Cheftrainer Alois Lipburger verunglückt auf der Heimfahrt vom Weltcup in Willingen im Auto von Martin Höllwarth tödlich. Im selben Jahr ertrinkt Abfahrts-Olympiasiegerin Christl Haas im Urlaub in Antalya.

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