Schladming 200 Tage vor WM-Start mit positiven Signalen
200 Tage vor der Eröffnung der alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2013 (4.-17. Februar) scheint sich in Schladming vieles zum Positiven zu wenden. Ziel sind 30.000 Live-Fans pro Rennen und dies soll nun mit verschiedenen Maßnahmen erreicht werden.

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Nach monatelangen Querelen zwischen dem Veranstalter Österreichischer Skiverband (ÖSV) und der steirischen Stadt haben sich die Dinge so entwickelt, dass WM-Organisationsdirektor Reinhold Zitz positive Zeichen setzen konnte. "Es läuft gerade alles in eine Richtung, die eine tolle WM möglich machen wird", erklärte Zitz am Donnerstag im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Dabei hatten noch kurz vor dem Stichtag einige Ereignisse für Negativ-Schlagzeilen in der Regionalpresse gesorgt. Zunächst war der Geschäftsführer der Planaibahnen, Ernst Trummer, abberufen und interimistisch durch den Steiermark-Touristikchef Georg Bliem ersetzt worden. Zudem hatte eine Monate alte Aussage von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, wonach der weltberühmte Schladminger Nachtslalom (Nightrace), zu dem jährlich über 40.000 Zuschauer pilgern, ab 2014 nicht gesichert sei, durch eine Gemeinderatssitzung wieder Aktualität erlangt.
"Jetzt ziehen alle an einem Strang"
Auslösend für den Konflikt zwischen dem ÖSV und Schladming war gewesen, weil bei der Stadt bzw. der für die nachhaltige Regionalentwicklung gegründeten 2030-GmbH nach der WM-Vergabe Wünsche aufgekommen waren bzw. Forderungen gestellt wurden, die für den ÖSV unannehmbar waren. Die GmbH hatte diese Forderungen nach der gelungenen WM-Generalprobe vergangenen März auch brieflich kund getan. Spätestens danach lag der Haussegen trotz eines sofortigen Klärungsgesprächs auf höchster politischer Landesebene endgültig schief. Das, so Zitz, soll nun aber endgültig Geschichte sein. "Der ÖSV ist alleiniger Ausrichter und Organisator der WM und auch alleine für die finanziellen Gebarungen verantwortlich. Schladming soll als Host City die WM bestmöglich unterstützen, das hat man jetzt dort endlich verstanden", ist der Organisationschef überzeugt. Trifft das tatsächlich zu, ist wohl auch das Säbelrasseln um das weltberühmte Nightrace vom Tisch. Und auch ein anderes Kernproblem steht vor einer Lösung. Der ÖSV will bzw. muss über eine möglichst hohe Zuschauer-Kapazität den finanziellen Erfolg der WM sicherstellen. Aufgrund baulicher Kollisionen u.a. mit dem neuen Planai-Zielstadion wäre man aber auf 23.000 Zuschauer beschränkt gewesen.
Ziel sind 30.000 Live-Fans pro Rennen und dies soll nun mit verschiedenen Maßnahmen erreicht werden. Auch was das Zielstadion und den "störenden" Loop der Planai-Talstation betrifft, prüft der Tribünenerrichter gerade alle Möglichkeiten. "Ziel ist eine maximale Zuschauerzahl pro Bewerb. Es soll bei der Lösung keine Gewinner und keine Verlierer geben", betonte Zitz der überzeugt ist: "Jetzt ziehen alle an einem Strang." Sichtbarstes Zeichen dafür soll sein, dass der letzte noch offene Vertrag möglichst bald unterzeichnet wird. "Demnächst", machte Zitz deutlich, dass die Absegnung dieses wichtigen Dokumentes sogar noch im Juli erfolgen könnte. Danach soll alles so auf Schiene sein, dass Österreichs wichtigstes Sportereignis des Jahres 2013 nur noch positive Schlagzeilen macht.














