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Die Steiermark stellt 41 Kader-Athleten Steirer Johannes Kröll holt Titel vor Franz Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Ski Alpin Nächster Artikel Die Steiermark stellt 41 Kader-Athleten Steirer Johannes Kröll holt Titel vor Franz
Zuletzt aktualisiert: 05.03.2012 um 11:11 UhrKommentare

Showdown bei den Herren mit Fragezeichen

Feuz und Kostelic sind angeschlagen. Hirscher hat trotz 115 Zählern Rückstand die "Pole"-Position. Auch Kröll ist überzeugt, dass Hirscher der Favorit auf die große Kugel ist.

Kann Marcel Hirscher auch am Schluss jubeln?

Foto © GEPAKann Marcel Hirscher auch am Schluss jubeln?

In Kranjska Gora werden am kommenden Wochenende bei den Herren mit Riesentorlauf und Slalom die letzten Weichen für das Weltcupfinale in Schladming (14.-18. März) gestellt. Bis auf die Super-Kombination ist alles offen, die Ausgangslage am letzten Wochenende vor dem Finale dementsprechend spannend. Gesamt-Leader Beat Feuz kommt sechs Rennen vor Schluss mit 115 Punkten Vorsprung auf Marcel Hirscher nach Slowenien, wird dort aber höchstens den Riesentorlauf bestreiten. Und selbst das war fraglich, weil der Schweizer an einer Knochen-Absplitterung im linken Knie laboriert. Feuz verzichtete bei den Speedrennen in Norwegen auf das Einfahren, um das Knie zu schonen. Es soll erst nach der Saison operiert werden. Dennoch gelangen ihm mit den Plätzen eins, vier und drei 210 Weltcup-Punkte ("Das hätte ich vorher zehnmal unterschrieben"), dank der er aus einem Rückstand von 95 Punkten einen Vorsprung von 115 Zählern machte und zudem Hirscher ausgerechnet an dessen 23. Geburtstag als Leader ablöste.

Harter Kampf

Praktisch alle Experten sind sich aber einig, dass das nicht reichen wird und Hirscher nach wie vor die besten Karten hat. Der Salzburger ist als einziger der Kristallkandidaten im Vollbesitz seiner Fitness, denn auch der 207 Punkte zurückliegende Titelverteidiger Ivica Kostelic ist fraglich. Angeblich verläuft sein Genesungsprozess nach der Knie-Operation nicht nach Wunsch. Ob dies ein Täuschungsmanöver ist, wird man bereits in Kranjska Gora sehen. Auch Feuz weiß noch nicht, ob er am Podkoren überhaupt antritt oder Hirscher dort das Feld vielleicht sogar kampflos überlässt. "Ich werde erst Mitte der Woche entscheiden, ob ein Training Sinn macht. Aber jedenfalls ist es schön, mit solchen Resultaten nach Hause zu fahren", sagte der Emmentaler. Feuz' Prognose: "Marcel fahrt so gut Ski, der wird in Kranjska Gora sicher genügend Punkte holen, dass wir einen harten Kampf ins Finale mitnehmen können. Ich freue mich auf das Finale."

Das tut auch Klaus Kröll. Im Super-G ist er zwar aus dem Kugel-Rennen, dafür kommt der Steirer im Roten Trikot des Abfahrts-Führenden zum Finale auf seinem Hausberg Planai. 48 Punkte Vorsprung hat er auf den nach diesem Winter in Skipension gehenden Schweizer Didier Cuche, 51 auf Feuz. "Ein guter Polster. Ich hoffe, ich komme fit nach Schladming", sagte der 30 Kilometer von der WM-Strecke wohnende Öblarner, der in der Form seines Lebens ist. "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so gut skigefahren bin."

Die Vorbereitung auf den Kampf um seine erste Kristallkugel erfolgte zunächst weiterhin in Norwegen, wo Salomon-Fahrer Kröll samt Kollegen diese Woche mehrtägige Skitests absolvieren. Damit kann sich der Steirer auf einem seiner Lieblingsberge auf das Schladming-Finale, das auch als Generalprobe für die WM 2013 dient, vorbereiten. Auch Kröll ist überzeugt, dass Hirscher Favorit auf die große Kristallkugel ist. "115 Punkte sind sicher zu wenig." Das hofft auch ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold, der Vorarlberger warnte aber: "Marcel und Feuz sind nicht irgendwelche Rechenmaschinen, denen man zwei Mal 100 oder 80 Punkte eintippt. Das sind Athleten, denen man auch Fehler zugestehen muss", erklärte der Herrenchef im ORF-Fernsehen.


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