Diesmal war Baumann nicht zu schlagen
Romed Baumann hatte in der Abfahrt der Weltcup-Super-Kombination in Chamonix eine überlegene Bestzeit markiert. Im Slalom reichte ihm ein 16. Platz zum Gesamt-Sieg. Kostelic fuhr auf Platz sieben.

Foto © GEPARomed Baumann
Am Samstag war Romed Baumann das Lächeln noch gefroren in Chamonix - nicht nur wegen der arktischen Temperaturen. Da hatte ihm Jan Hudec noch den Sieg weggenommen, den so heiß ersehnten ersten Erfolg in der Abfahrt. Romed Baumann nahm das als Ansporn für die Super-Kombination. Jene Disziplin, in der er 2009 in Sestriere seinen bisher einzigen Weltcupsieg gefeiert hatte. Aber auch jene Disziplin, in der Ivica Kostelic als nahezu unschlagbar galt. Schon in aller Früh war er am Sonntag auf dem Berg, um vor der Abfahrt noch Slalom zu trainieren, auch wenn er fast philosophisch anmerkte: "Im Slalom werde ich da aber nicht gewinnen."
Logische Folge: Baumann dominierte die Abfahrt - und wie. Der 26-Jährige kanalisierte die Enttäuschung, am Vortag abgefangen worden zu sein, und münzte sie in positive Energie um. Und war gleich 2,9 Sekunden schneller als etwa Ivica Kostelic. "Im oberen und im mittleren Teil war das schon sehr gut", strahlte er im Ziel nach seiner "Wunderfahrt". Um im Slalom dann doch zu beweisen, dass er ein "Allrounder" ist - einer der alles kann. Auch Slalom fahren, wenn es darauf ankommt. Kontrolliert fuhr er zu seinem zweiten Weltcupsieg, 1,10 Sekunden war er letztlich vor Alexis Pinturault, gar 1,44 vor Ivica Kostelic, der mit Platz sieben vorlieb nehmen musste. "Alles ist aufgegangen", sagte er, "und am geilsten ist, dass ich so einen Vorsprung im Ziel habe." Und er ergänzte: "Ich bin dem Sieg immer näher gekommen - und am Sonntag hat endlich alles zusammengepasst."
In Sotschi geht's weiter
Baumann, "ein Pflegeleichter", wie er selbst sagt, hat seine aktuelle Hochform somit endlich auch wieder in einen Sieg umgemünzt. Und damit sein erfolgreichstes Weltcup-Wochenende gekrönt: die Plätze vier und zwei (wie schon in Kitzbühel) in der Abfahrt, dann noch der Sieg am Sonntag. Und jetzt wartet die Olympia-Generalprobe im russischen Sotschi mit einer Abfahrt und einer weiteren Super-Kombination. "Und", sagt der Mann aus der Biathlon-Hochburg Hochfilzen, "was man so hört, ist Sotschi eher eine Gleiterstrecke. Das könnte mir ja auch entgegen kommen." Was die Super-Kombination nicht mehr allzu oft tun wird. Denn in der kommenden Saison steht in Wengen nur noch eine einzige Super-Kombi auf dem Programm.
Features
Live dabei!
Zum Thema
Fotoserie
Endergebnis
- 1. Romed Baumann (AUT)
- 2. Alexis Pinturault (FRA)
- 3. Beat Feuz (SUI)
- 7. Ivica Kostelic (CRO)
- 13. Hannes Reichelt (AUT)
- 15. Max Franz (AUT)
- 18. Björn Sieber (AUT)
- 22. Benjamin Raich (AUT)
- 27. P. Schörghofer (AUT)
- 28. Marc Digruber (AUT)
- 29. Matthias Mayer (AUT)

















-Anzeigen