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Zuletzt aktualisiert: 26.01.2012 um 17:30 UhrKommentare

Reichelt & Co. ist die Piste ein Dorn im Auge

Beim Abfahrtstraining der Herren am Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen war Hannes Reichelt zwar am schnellsten, ließ aber ein Tor aus. Scharfe Worte fanden die Schi-Herren über die Pistenpräpierung.

Hannes Reichelt

Foto © GEPAHannes Reichelt

Verwunderung und Kopfschütteln hat am Donnerstag nicht nur im österreichischen Speed-Team nach dem ersten von zwei Trainingsläufen für die am Samstag geplante Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen geherrscht. Die Kandahar-Strecke am Fuße der Zugspitze präsentierte sich den Läufern bei strahlendem Sonnenschein recht ruppig und schlecht präpariert.

"Da sind Fehler passiert", stellte Hannes Reichelt fest, der nach einem ausgelassenen Tor Bestzeit erzielte. In der Nacht vor dem Rennen liefen auf der rennfertigen Piste in einer Kurve die Schneekanonen und erzeugten bis zu einem Meter Schnee, der schließlich von den Pistenarbeitern wieder hinausgeschafft werden musste. So begann das Training auch mit einer Stunde Verspätung. Gefahren wird heuer wieder auf der "alten", klassischen Kandahar, und nicht auf jener Strecke, auf der im Vorjahr die WM-Medaillen vergeben worden waren.

Reichelt stellte mit 1:58,66 Minuten Bestzeit auf, 0,65 Sekunden vor dem Italiener Peter Fill und 0,92 vor seinem Teamkollegen Klaus Kröll. Mario Scheiber war Elfter (1,76), Joachim Puchner 15. (2,62), Romed Baumann 26. (3,12), Georg Streitberger 27. (3,25) und Max Franz 39. (3,65). Allerdings ließ auch Scheiber so wie Reichelt ein Tor aus.A

Kröll: "Das sind kuriose Sachen"

Auch Klaus Kröll kritisierte die 3.300 Meter lange Strecke: "Das sind kuriose Sachen, die man hier erlebt." Trotzdem freut sich Kröll auf die Abfahrt auf der klassischen Kandahar. "Diese Strecke ist viel schöner als die WM-Piste. Ich fahre lieber hier. Die Hölle ist ein wunderschöner Abschnitt." Kitzbühel-Sieger Didier Cuche schwang mit 2,63 Sekunden Rückstand im Ziel ab. "Es hat keinen Sinn, zu viel zu riskieren, morgen will ich es besser machen", meinte der Schweizer Routinier.

Fand das erste Training noch bei strahlendem Sonnenschein statt, so soll sich das Wetter in Garmisch-Partenkirchen wieder ändern. Am Freitag und in der Nacht auf Samstag könnte es leicht schneien und bei der Abfahrt bewölkt sein. Erst beim Super-G am Sonntag soll es wieder etwas Sonne geben.


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