Hirscher will Frieden: "Kostelic und ich müssen ein Zeichen setzen!"
Die Emotionen kochen hoch: In der Affäre rund um die angeblichen Einfädler von Marcel Hirscher und die Angriffe von Ivica Kostelic fielen harte Worte. Vor dem Nachtslalom in Schladming will Hirscher aber beruhigen – und sich mit dem Kroaten versöhnen.

Foto © APAMarcel Hirscher will's nun in Schladming allen zeigen
"Es wäre mein Wunsch, dass wir schon vor der Startnummernauslosung ein offenes Gespräch führen", sagte Hirscher und ergänzte: "Für mich ist Ivica ein richtig, richtig großer Athlet, ich ziehe den Hut vor seinen sportlichen Leistungen. Und ich kann ja auch irgendwo verstehen, dass er böse ist, ich hätte auch keine Freude. Und im Rennstress kommen solche Dinge dann raus." Jetzt gehe es aber darum, zu deeskalieren.
"Ich hoffe, dass sich alle Fans zusammenreißen, auch die österreichischen. Es ist Sport – da muss und soll es fair bleiben. Ivica und ich müssen ein Zeichen setzen, damit sich auch die Fans verstehen. Das ist ein Schi-fest, das, was jetzt passiert, geht aber weit über das Sportliche heraus. Das darf einfach nicht sein."
"Nehmt mein Preisgeld, nehmt meine Punkte!"
Der 22-Jährige steht auf dem Standpunkt, dass "der Sport etwas ist, was Menschen verbindet. Und nicht umgekehrt. Und das soll im Schisport auch so bleiben." Und deswegen verspricht er: "Sollte sich herausstellen, dass ich in Zagreb wirklich eingefädelt habe, sage ich: Nehmt mein Preisgeld, nehmt meine Punkte – ich will den Sieg dann nicht. Ich gewinne fair." Aber Hirscher, der für das Weiterfahren in Kitzbühel nach dem Einfädeln 999 Schweizer Franken Strafe bezahlen muss und wird, fügt an: "Die FIS hat mit fünf Zeugen gesagt, dass ich nicht eingefädelt habe!"
Hirschers sehnlichster Wunsch: "Ich will, dass Ruhe ist. Weil es interessiert mich nicht, dass wegen solchen Sachen so furchtbar viel diskutiert wird."
Auch von Seiten des österreichischen Verbandes ist man um Deeskaltation bemüht: "Der kroatische Verbandspräsident Miho Glavic hat sich schon für Ivicas Äußerungen entschuldigt. Und wir arbeiten im Normalfall sehr, sehr gut zusammen", sagte Direktor Hans Pum.


















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