16-jährige Shiffrin eifert Schild nach
Für die erst 16-jährige Mikaela Shiffrin ist der dritte Platz in Lienz kaum zu fassen, ebenso wie Gratulationen von Idol Marlies Schild: "Es ist unglaublich, mit Marlies auf dem Podium zu stehen."

Foto © APMikaela Shiffrin
Die eine hat gerade ihren 31. Weltcup-Slalom gefeiert, die andere fuhr als Dritte zum ersten Mal in ihrer Karriere auf das Podest. Genauestens beobachtet von Mikaela Shiffrin eilt Marlies Schild im Slalom-Weltcup von Sieg zu Sieg.
Shiffrin hat bereits als Achte in Aspen auf sich aufmerksam gemacht. Die vom Management des früheren Rennfahrers Kilian Albrecht betreute US-Slalommeisterin gilt als Megatalent, das ist natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. "Ich habe mir daheim das Video von Aspen angesehen. Sie fährt sehr gut Ski, sehr mittig, ein bisschen was sehe ich auch von mir, von meiner Technik", sagte Schild. Und Shiffrin meinte darauf angesprochen: "Ja, das ist wahr. Ich habe sie viele Male studiert, ich versuche, das nachzumachen, es ist ein großes Kompliment, dass sie das sagt. Sie fährt perfekt."
Großes Potential
Schild sieht bei Shiffrin großes Potenzial. "Auf sie muss man sicher aufpassen in den nächsten Jahren. Sie hat für das Alter schon die Kraft, die man braucht, um eine gute Technik zu fahren. Sie macht einen sehr stabilen Eindruck. Sie ist gut." Sagt jene Dame, die mit ihren Glanz-Leistungen der Konkurrenz Rätsel aufgibt. Erstmals hat Schild nun vier Rennen in Serie gewonnen. "Steff hat gesagt, mit diesem Fluch ist es nun auch mal vorbei. Normal bin ich beim vierten Rennen immer auf der Nase gelegen", meinte Schild, die seit vielen Jahren mit Stefan Bürgler trainiert.
In Lienz hat Schild zu einem neuen Ski gegriffen. Nicht aber, weil jener, der sie zu den Siegen in Aspen, Courchevel und Flachau getragen hat, kaputt gegangen wäre. "Ich will ihn nur ein bisserl schonen", erklärte Schild, die sich selbst nach einem Trainingstag am Freitag in Lienz nur einen Tag Pause gönnt, ehe es in die Zagreb-Vorbereitung geht. Ihr einziger Wunsch für das neue Jahr ist Gesundheit für sich und die Leute in ihrem Umfeld. Und darauf angesprochen, dass sie mit nun 33 Weltcupsiegen nur noch zwei von den 35 ihres Lebensgefährten Benjamin Raich trennen, meinte sie: "Ich hoffe, dass er im neuen Jahr ein paar Siege haben wird, damit es für mich schwerer wird, ihn zu schlagen."














