ÖSV-Damen wollen wieder aufzeigen
Seriensiegerin Marlies Schild wird im Slalom am Donnerstag die große Aufmerksamkeit auf sich ziehen, doch soll auch der Riesentorlauf am Mittwoch mehr als nur eine Ouvertüre des Lienz-Weltcups der Schi-Damen werden.

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Die Rennen in dieser alpinen Disziplin sind in diesem Winter rar gesät, nach der Absage des Courchevel-Bewerbs bietet sich auf dem Hochstein in Osttirol die für fast einen Monat einzige Chance auf Punkte. Die ÖSV-Damen warten seit 2003 auf einen Sieg im Lienz-RTL.
Fast zwei Jahre ist auch der letzte volle Erfolg im Riesentorlauf für Österreichs Alpinschiläuferinnen her, am 16. Jänner 2010 hat Kathrin Zettel in Maribor gewonnen. In den bisherigen zwei Saisonrennen schaffte Elisabeth Görgl zweimal den Sprung auf das Podest, nach Rang drei in Sölden hinter der US-Amerikanerin Lindsey Vonn und der Deutschen Viktoria Rebensburg musste sich die Steirerin in Aspen nur Rebensburg geschlagen geben. Anna Fenninger (4. und 6.) und Kathrin Zettel (7.) zeigten ebenfalls bereits auf.
Nach den Wetterkapriolen und diversen Absagen, so auch des Parallelrennens am Neujahrstag in München, sollen dem planmäßigen Ablauf der Technikrennen in Lienz auch zu erwartende Plusgrade nichts anhaben können. Die Schneeauflage auf der gesamten Strecke beträgt laut Rennleiter Siegfried Vergeiner durchgehend 50 Zentimeter, die Präparierung der Piste verlief dank zuletzt kalter Nächte wunschgemäß. Die Hangbefahrung am (heutigen) Dienstag wurde aber vorsorglich abgesagt-, Görgl und Co. wollten deshalb erst im Laufe des Nachmittags eintreffen.
Die Österreicherinnen bereiteten sich nach dem kurzen Weihnachtsurlaub in Hinterreit und Flachau auf die Jahresabschlussrennen vor. Seit dem Sieg von Nicole Hosp 2003 vor Renate Götschl erreichten die ÖSV-Läuferinnen nur noch einen weiteren Podestplatz im Riesentorlauf auf dem Hochstein, 2005 wurde ebenfalls Hosp Zweite.
Letzte Siegerin war 2009 die Deutsche Kathrin Hölzl, die nach ihrer Stoffwechselerkrankung weiter auf das Comeback warten muss. Die derzeit beste rot-weiß-rote Riesentorläuferin ist Görgl, sie hofft, den Schwung aus Übersee nach Europa mitgenommen zu haben. In Lienz erreichte Görgl 2007 mit Platz vier das beste Ergebnis, zwei ihrer drei Weltcupsiege hat sie 2008 im Riesentorlauf gefeiert (Maribor, Bormio).
"Sturz ist vergessen"
Den Sturz im Abfahrtstraining von Lake Louise und die zugezogene Gehirnerschütterung hat Görgl längst hinter sich gelassen. "Es ist wichtig, dass du gleich wieder fährst. Wenn es möglich ist, musst du gleich wieder rauf auf die Piste und das Thema so bearbeiten", erzählte die 30-Jährige nach der Rückkehr aus Amerika. Mit der Absage des Riesentorlaufs in Courchevel wurde ihr auch eine baldige Chance genommen, die derzeit gute Riesentorlaufform unter Beweis zu stellen. Schneefälle verhinderten das Rennen in Hochsavoyen.
Die Lienzer, die alternierend mit Semmering die Weltcup-Rennen zum Jahresausklang austragen, wünschen sich ein noch größeres Schifest als bisher, die Haupttribüne im Zielstadion wurde in die Höhe gebaut und bietet 30 Prozent mehr Zuschauerkapazität. Beim Gribelehof vor dem Schlusshang wurde ein neuer Zuschauerbereich für 400 bis 500 Personen geschaffen - inklusive Verpflegungsstation.
ÖSV-Team für den Weltcup-Riesentorlauf der Damen am Mittwoch in Lienz: Eva-Maria Brem (T), Jessica Depauli (T), Anna Fenninger (S), Andrea Fischbacher (S), Elisabeth Görgl (ST), Nicole Hosp (T), Michaela Kirchgasser (S), Stefanie Köhle (T), Marlies Schild (S), Kathrin Zettel (NÖ).














