Kurioser erster Auftritt von Lindsey Vonn
US-Schistar Lindsey Vonn legte im ersten Lake-Louise-Training eine überlegene "Bestzeit" hin. Einziges Problem: Die Frischgetrennte ließ dabei mehrere Tore aus.

Foto © GEPASchwierige Zeiten für Lindsey Vonn
Im Schizirkus gibt es zurzeit (fast) nur ein Gesprächsthema: Die offiziell bekannt gegebene Scheidung von Lindsey Vonn und ihrem Ehemann Thomas. Während die US-Amerikanerin abseits der Piste darüber nicht sprechen möchte und nur via "Facebook" und "Twitter" eine kurze Mitteilung machte ("Ein aufrichtiges Dankeschön für alle netten Worte und die Unterstützung") zeigte sie auf der Piste, dass weder Rücken- noch private Schmerzen sie bremsen. Denn im ersten Training von Lake Louise, wo sie bisher gleich acht Siege gefeiert hatte, zeigte die 27-Jährige gleich einmal, was ihr, schifahrerisch gesehen, die Trennung ist: Wurscht. In 1:54,79 Minuten war die US-Amerikanerin um 1,67 Sekunden schneller als die Deutsche Viktoria Rebensburg, ließ am Weg zur Bestzeit allerdings drei Tore aus. Lizz Görgl verlor 1,71 Sekunden.
Kein Herren-Training
Täglich werden nun mehr Details über den Hintergrund der bevorstehenden Scheidung von ihrem Ehemann und Betreuer Thomas bekannt. Dieser hat mittlerweile bestätigt, dass er selbst die Scheidung eingereicht hat. Jetzt gehe es um viel Geld, hieß es in diversen US-Medien. In den USA steht dem Mann die Hälfte des in der gemeinsamen Ehe erworbenen Vermögens zu und dies dürfte im Fall der dreifachen Weltcupsiegerin und Multimillionärin beträchtlich sein.
Grenzwertige Fälle punkto Materialeinstellung
In letzter Zeit soll es in der kriselnden Beziehung auch grenzwertige Fälle punkto Materialeinstellung durch Thomas Vonn gegeben haben. Vonn, die als Elfjährige von Minnesota nach Vail gezogen ist und sich vor Jahren von ihrem ehrgeizigen Vater Alan Kildow losgesagt hat, hatte den US-Exrennläufer im September 2007 geheiratet.
Rennfahren könnte nun die beste Therapie für Lindsey Vonn sein. In Lake Louise hat sie eine einmalige Bilanz vorzuweisen. Bei bisher 26 Starts hat sie 14 Podiumsplätze geholt, acht davon als Siege.
"Ich liebe Lake Louise", sagte die Rennfahrerin gegenüber der offiziellen Weltverbands-Website www.fisalpine.com. "Ich kenne die Strecke so gut, dass ich sie nicht einmal richtig besichtigen muss. Ich weiß, wo es lang geht", erklärte dort die erfolgreichste amerikanische Schirennfahrerin aller Zeiten. Zumindest im ersten Training hat das nicht gestimmt.














