Angeschlagener Mario Scheiber trat Heimreise an
Für den Osttiroler "Pechvogel" Mario Scheiber sind die Nordamerika-Rennen im alpinen Schi-Weltcup bereits beendet. Indes wurde das erste Training für die Abfahrt in Lake Louise abgesagt - zuviel Schnee.

Foto © APAMario Scheiber, noch frohen Mutes beim Training am Rettenbachferner in Sölden Anfang November
Wie der ÖSV am Mittwoch bekanntgab, trat der Osttiroler Mario Scheiber die Heimreise aus Kanada an. Scheiber hatte sich vergangene Woche beim Abfahrtstraining in Vail (USA) eine Rückenverletzung zugezogen. Trotz intensiver ärztlicher Behandlungen in den vergangenen Tagen kann Scheiber bei den anstehenden Rennen in Lake Louise sowie Beaver Creek (jeweils Abfahrt und Super-G) nicht an den Start gehen.
Eine genaue Diagnose kann erst nach weiteren Untersuchungen gestellt werden. "Es ist mir richtig in den Rücken eingeschossen. Genau dort, wo ich schon einen Bandscheibenvorfall habe. Es strahlt zum Glück nicht aus. Ich kann kaum in die Hocke gehen", meinte Scheiber. Der Speed-Spezialist hatte bereits die vergangenen Saison nach einem schweren Trainingssturz in Chamonix zum Großteil verpasst.
"Ich kenne diese Situation schon zur Genüge. Ich muss jetzt schauen, dass ich wieder fit werde, dem Körper die gewisse Zeit geben, und mich dann auf Gröden vorbereiten. Das ist jetzt mein Ziel", sagte der Pechvogel. Die Entscheidung fiel nach Rücksprache mit Teamarzt Helmuth Eggl und dem sportlichen Leiter der ÖSV-Herren, Mathias Berthold.
An einen Start selbst in Beaver Creek wäre laut Berthold nicht zu denken gewesen. "Leider ist die Verletzung so gravierend, dass es keinen Sinn macht. Der Anspruch von Mario ist sicherlich nicht nur mitzufahren. Wenn er fährt, will er gut und um den Sieg mitfahren. Das ist derzeit aber nicht möglich", erklärte der ÖSV-Herrenchef.
Zuviel Schnee: Kein Training
Der erste Trainingslauf für die Abfahrt der Herren in Lake Louise am Mittwoch ist währenddessen aufgrund starker Schneefälle in Kanada (20 cm Neuschnee) abgesagt worden. Weitere Trainingsläufe sind für Donnerstag und Freitag fixiert, der Speed-Saisonauftakt soll am Samstag (Abfahrt) und Sonntag (Super G) absolviert werden. Vor Weltcup-Abfahrten ist zumindest eine Trainingsfahrt vorgeschrieben.
"An ein Training war nicht zu denken. Wir mussten zuerst lange warten, bis der Schneefall aufhörte. Erst danach machte es Sinn, die gut präparierte Piste mit Maschinen und Helfern vom vielen Neuschnee zu befreien", erklärte FIS-Renndirektor Günter Hujara, der gerne etwas von dem Schnee nach Europa exportieren würde. "Es ist unglaublich: In Europa fehlt überall der Schnee und wir räumen hier so viel Schnee aus der Abfahrtspiste, mit welchem man locker eine Slalompiste herrichten könnte", sagte er.
Für das restliche Programm in Lake Louise ist Hujara auch dank weit besserer Wettervorhersagen zuversichtlich. Nicht nur für Donnerstag, sondern auch für das Renn-Wochenende soll sich das Wetter von schönerer Seite zeigen.














