Schörghofer beendete Sölden-Durststrecke
Österreichs alpine Schi-Herren haben es erstmals seit dem Sieg von Hermann Maier im Jahr 2005 wieder aufs Sölden-Stockerl geschafft. Philipp Schörghofer konnte den dritten Platz ergattern.

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Die Durststrecke beim Heim-Riesentorlauf beendet hat am Sonntag Philipp Schörghofer, der Salzburger bestätigte seine starken Leistungen der vergangenen Saison sowie der Vorbereitung und landete hinter Ted Ligety und Alexis Pinturault auf Rang drei.
Bei Maiers Sieg vor sechs Jahren war Schörghofer als Zuschauer gemeinsam mit seinen Eltern in Sölden. Damals war Schörghofer Europacup-Läufer und scheiterte in der ÖSV-teaminternen Qualifikation. "Dass ich jetzt der erste Österreicher nach Maier auf dem Sölden-Podium bin, ist sensationell. Im nächsten Jahr will ich als erster Österreicher seit Maier in Sölden gewinnen", meinte Schörghofer.
Der Dritte des WM-Riesentorlaufs und Hinterstoder-Gewinner 2011 freute sich über "einen super Start in die Saison". "Aber ich werde mich sicher nicht auf diesem Erfolg ausruhen. Da ist noch einiges drinnen." Ligety ist laut eigener Einschätzung für Schörghofer absolut in Reichweite. "Ligety ist definitiv schlagbar. Er hat halt schon dreimal die Kugel gewonnen und dadurch eine große Routine. Ich bin gerade dabei, mir diese Routine zu erarbeiten", sagte der selbstbewusste 28-Jährige.
"Zu oft ist kontraproduktiv"
Dass die US-Amerikaner aufgrund ihrer Partnerschaft mit dem Ötztal so wie die Österreicher sehr oft auf dem Rennhang in Sölden trainieren dürfen, regt Schörghofer nicht auf. "Für Sölden ist alles super aufgegangen an diesem Wochenende. Aber am öftesten sind sicher wir runtergefahren. Zu oft ist ohnehin kontraproduktiv."
Der beeindruckende Fahrstil des erst 20-jährigen Pinturault sorgt bei der gesamten Konkurrenz für anerkennendes Nicken, auch bei Schörghofer. "Pinturault ist ein extrem geiler Schifahrer, Hut ab." Der zweite Durchgang war für Schörghofer am Sonntag bei ruppiger, eisiger Piste und schlechter Sicht kein richtiger Genuss. "Ich habe mich überhaupt nicht gut gefühlt und nur ins Ziel gekämpft. Aber ich glaube, das geht jedem Läufer hier so. Kämpfen ist das Wichtigste auf diesem Hang."
Im Vorfeld von Sölden hatte Schörghofer das Rennen mit einem Boxkampf verglichen, in diesem Sinn hat der danach auch bilanziert: "Der Hang hat mir schon einige mitgegeben, aber ich habe tapfer dagegengehalten. Ich habe den Kampf knapp verloren, aber ich bin trotzdem zufrieden."
Sein Dasein als Riesentorlauf-Spezialist soll schon bald der Vergangenheit angehören. "Nur Riesentorlauf, das ist fad. Eine Abwechslung ist wichtig für den Kopf." Deshalb will sich Schörghofer für Weltcup-Einsätze im Super-G und vielleicht sogar im Slalom empfehlen.














