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Zuletzt aktualisiert: 14.09.2011 um 15:38 UhrKommentare

Bundeskanzler empfing ÖSV-Winterstars

Kanzler Faymann dankte im Kongresssaal des Kanzleramts der von ÖSV-Präsident Schröcksnadel angeführten Delegation für Leistung und Erfolge und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Österreich-Image.

Elisabeth Görgl, Kanzler Werner Faymann und Anna Fenninger

Foto © APAElisabeth Görgl, Kanzler Werner Faymann und Anna Fenninger

In historischer Umgebung haben die Wintersport-Stars des Österreichischen Schiverbandes (ÖSV) Motivation für die kommende Saison getankt. "Wir sind stolz auf ihre Leistungen", sagte Faymann in seiner Rede an die ÖSV-Sportler, von denen Medaillengewinner und Trainer aus allen Bereichen von Schi alpin über Snowboard, Sprunglauf, nordische Kombination bis Freestyle nach Wien gekommen waren. Man komme manchmal gar nicht mehr dazu, alle Medaillen zu zählen, sagte Faymann.

Der Bundeskanzler hielt in seiner Dankesrede fest, dass österreichische Sportveranstaltungen sowie die Leistungen der Sportler ein Schaufenster in die Welt seien. "Nicht nur die Weltmeisterschaft (Alpin-WM Schladming 2013/Anm.), sondern jeder Auftritt, jeder Sieg, jede Medaille zeigt auf Österreich. Das Image unseres Landes hängt ganz stark davon ab, welche Leistungen sie erbringen", lautet der Dank Faymanns an die SportlerInnen und versprach, dass man auf seine Unterstützung zählen könne. Sportminister Norbert Darabos hob hervor, dass der ÖSV "sicher der bestgeführte Verband in unserer Sportfamilie ist" und dankte den Sportlern "insgesamt und für das Gemeinwesen".

Als "herzerhebend" empfand Elisabeth Görgl die Einladung. "Das ist eine riesengroße Auszeichnung und ich freue mich, dabei zu sein, weil es bedeutet, dass ich schöne Erfolge hatte", sagte die Schi-Doppelweltmeisterin von Garmisch im historischen Saal, in dem beim Wiener Kongress die Neuordnung Europas festgelegt wurde und von dessen Balkon seinerzeit Karl Schranz nach dem Sapporo-Ausschluss 100.000 Menschen am Ballhausplatz zugewunken hatte.

Diskussionsstoff

Unter den Sportlern selbst war trotz des warmen Spätsommertages natürlich schon die bevorstehende Saison das Top-Gesprächsthema, wobei die Alpinsportler vor allem über die anstehende Material-Änderung diskutierten. Fünf Jahre nachdem man die Schi aus Sicherheitsgründen breiter gemacht hatte, sollen sie ab 2012/13 aus gleichem Grund nun wieder schmäler und länger werden. Zudem fordert die Athleten-Kommission mehr Mitspracherecht und Einblick in die laufende Entwicklung.

Görgl hat im Gegensatz zu Benjamin Raich und Marlies Schild auch die entsprechende Resolution der Sportler unterschrieben. Dies aber vor allem deshalb, "um als Athlet auszusprechen, dass wir zusammenstehen. Es ist ein Thema, das uns alle betrifft." Inhaltlich ist sich die Steirerin mit Raich und Co. einig. "Ich bin für Sicherheit und Veränderung. Die Aggressivität muss aus dem Schi raus, die Diskussion geht in die richtige Richtung."

Der Internationale Schiverband (FIS) erforscht seit Jahren die Verletzungs-Ursachen im alpinen Schirennsport und hatte die sich daraus ergebenden Änderungen auf dem Materialsektor (Schi) vergangenen Juli etwas überfallsartig kommuniziert. Nach viel Kritik wurde inzwischen teilweise bereits wieder zurückgerudert.

ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold verfolgt die Diskussion daher auch eher kopfschüttelnd, kritisiert vor allem die "unseriös" geführte Diskussion. "Als die Information über die neuen Schi rauskam, wusste niemand so richtig, ob das nun eine endgültige Entscheidung oder nur ein Vorschlag ist", so der Vorarlberger. Mitsprechen und Ideen einbringen durch die Athleten hält auch er prinzipiell für gut. "Die Entscheidung muss am Ende aber eine unabhängige, übergeordnete Stelle treffen."


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