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Zuletzt aktualisiert: 13.03.2011 um 19:00 UhrKommentare

Cuche verhindert rot-weiß-roten Vierfacherfolg

In Kvitfjell verhinderte Didier Cuche mit dem Sieg im Super-G einen ÖSV-Vierfachsieg. Gänzlich versöhnt scheint der Schweizer dennoch nicht.

Didier Cuche haben die Diskussionen um seine Person in den letzten Tagen offensichtlich zugesetzt

Foto © APDidier Cuche haben die Diskussionen um seine Person in den letzten Tagen offensichtlich zugesetzt

Gemischte Gefühle und ein bitterer Nachgeschmack: Das bleibt Didier Cuche vom, für ihn durchwachsenen Wochenende in Kvitfjell. Die Führung im Abfahrts-Weltcup ist dahin. Im Super-G fuhr er aber zum Sieg und zur Führung in der Disziplinen-Wertung. Glücklich wirkte der Eidgenosse nach dem Rennen aber nicht. Und das, obwohl er mit seinem 17. Weltcup-Triumph einen Vierfachsieg der Österreicher verhindern konnte.

"Der Sieg tut gut", sagte der 36-Jährige nach dem Rennen, gestand aber auch ein, dass ihm die Auseinandersetzung mit FIS-Renndirektor Günter Hujara zu schaffen machte: "Ich habe in der letzten Nacht nur vier Stunden geschlafen und in der Nacht davor nur drei." Vielleicht war es Müdigkeit, vielleicht auch Wut, die Cuche bei der Siegerehrung grimmig dreinschauen lies. Fest steht: Vor dem Weltcup-Finale auf der Lenzerheide flattern beim sonst ruhigen Didier Cuche die Nerven.

Siegerinterview verweigert

"Ich betrachtete die Intervention als meine Pflicht", meint Cuche. Er sei seiner Aufgabe als Mitglied der Athleten-Komission nachgekommen als er den, seines Erachtens zu weiten Sprung beanstandete. "Jetzt stellt man mich als alleiniges Arschloch am Berg hin." Die Konsequenz: Der Routinier zeigt nicht nur den Kollegen die kalte Schulter. "Didier distanziert sich von den anderen Fahrern", sagt Michael Walchhofer. Dem ORF, der den Streit an die Öffentlichkeit gebracht hatte, verweigerte der Schweizer das obligate Siegerinterview.

Österreichs Herren präsentierten sich auf dem, von ÖSV-Trainer Andreas Evers gesteckten Kurs, stark. Klaus Kröll, Joachim Puchner, Hannes Reichelt und Michael Walchhofer landeten auf den Plätzen zwei bis fünf. Evers musste für Burkhard Schaffer einspringen. Der Kurs des slowenischen Teamchefs war Rennleiter Hujara zu schnell. Der Steirer weigerte sich umzusetzen, daher kam Evers zum Zug.

Bis zum Weltcup-Finale ab Mittwoch haben die Gemüter Zeit abzukühlen. Dann gilt, was Cuche betonte: "Abgerechnet wird auf der Lenzerheide."


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