Grabner bleibt am Board: "Das ist doch kein Ende"
Sigi Grabner hängt sein Snowboard (noch) nicht an den Nagel. Nur nach einem Erfolg kann sich der Kärntner ein Karriereende vorstellen.

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La Molina hätte seine zweite Heim-Weltmeisterschaft werden sollen. Und der Wunsch von der zweiten WM-Medaille nach der goldenen vom Kreischberg 2003 war groß. Zu groß vermutlich. Denn nach dem Aus schon in der Qualifikation war die Enttäuschung kaum zu verdauen.
Permanente Probleme
"Es war ein Rückschlag, vor allem, weil es im Training gar nicht so schlecht lief, ich überzeugt war, dass mir zur Weltspitze nur noch ein ganz, ganz kleines Stück fehlt", so Grabner. Die Sprunggelenksverletzung war zwar verheilt, aber hatte doch einige Veränderungen erfordert. "Um die anfänglichen Schmerzen zu minimieren, musste ich Schuhe verändern, ebenso die Bindungseinstellungen", erzählt der Kärntner.
Wenn man ganz oben angekommen ist, werden selbst Veränderungen im Millimeter-Bereich zur nur schwer überbrückbaren Kluft. "An die man zuerst gar nicht denkt, aber wenn einmal die Bedingungen nicht so gut sind, die Verhältnisse schwierig werden, dann tue ich mir derzeit doch noch ein bisschen schwerer mit dem Aufholen", zieht Grabner seine Lehre aus der WM.
Ende mit 36 Jahren?
Dass sich seine Karriere dem Ende zuneigt, weiß er wohl. "Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Leute mich das fragen. Das höre ich fast täglich: Sigi, wann hörst denn auf." Niederlagen kommen für einen, der 36 Rennsiege gefeiert hat, zwar hin und wieder vor, gewöhnt ist er aber freilich etwas Anderes. Mit einer Niederlage mag der 36-Jährige nicht Schluss machen, das sei nicht sein Stil, das "kommt gar nicht infrage. Den Rückstand, der scheinbar doch noch da ist, motiviert mich aber wieder. Ich will wieder ganz oben hinauf. Wenigstens einmal noch", plant er weiter.
Eine "Deadline" will er sich da gar nicht setzen. Wie lange es bis zum erhofften Erfolg dauert, könne er nicht sagen. Fünf Mal hat er noch heuer dazu im Weltcup die Chance, reist dafür nach Korea, Russland, Kanada. "Ich mache mir da gar keinen Stress". Darf er auch nicht, denn "ohne die nötige Lockerheit, kannst nicht gewinnen". Diese Lockerheit fehle ihm noch, das spürt er genau. Die brauche er aber, spätestens in Arosa beim Saisonfinale.
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Zur Person
Sigi Grabner
Geboren: 4. Februar 1975 in Saureggen.
Erfolge: Olmypia-Bronze Turin 2006, WM-Gold Kreischberg 2003, WM-Bronze Whistler 2005, Weltcupsieger 2009, 13 Weltcupsiege, dreifacher ISF-Tour-Gesamtsieger.














