Trotz vergebenem Sieg jubelte Hosp
Bei der letzten Zwischenzeit noch klar voran, wurde Niki in Zauchensee Fünfte.

Foto © ReutersNicole Hosp freute sich über ihren fünften Platz, als hätte sie gesiegt
ZAUCHENSEE. Für Kopfschütteln bei den vielen Zuschauern sorgte gestern Niki Hosp. Die Tirolerin lag beim Super-G bei der letzten Zwischenzeit eine halbe Sekunde vorne, baute sechs Tore vor dem Ende einen Steher ein, verlor zwei Sekunden, wurde Fünfte - und jubelte im Ziel trotzdem, als hätte sie gewonnen. "Ja, ja, ich habe den Sieg liegen gelassen, aber ich freute mich einfach so über meine Leistung, dass mir die Platzierung egal war", erklärte die 27-Jährige, die zuletzt nur einen Tag Speed-Training absolvierte. Nach kurzem in-sich-gehen gab Niki aber zu: "Ein bisschen ärgert mich der vergebene Sieg schon. Ich hätte nicht so direkt fahren dürfen. Aber wenn du bei dieser Dichte nichts riskierst, kannst du nichts gewinnen." Interessantes Detail: So wurde Hosp wie bei ihrem bisher letzten Weltcup-Super-G am 22. Dezember 2008 Fünfte - Siegerin damals: Lara Gut.
Die Bichlbacherin nimmt aber viel Positives aus Zauchensee mit: "Die Angst vor hohen Geschwindigkeiten ist weg, ich weiß, ich kann kritische Situationen meistern. Das ist für den Riesentorlauf wichtig. Da lief bei mir zuletzt gar nichts zusammen."
Als beste Österreicherin belegte Elisabeth Görgl Rang vier: "Für meinen ersten Super-G in dieser Saison war das ganz gut. Da ich nicht alles auf dem letzten Zacken gefahren bin, ist schon noch mehr möglich. Ich wollte unbedingt anschreiben." Kein Ziel sahen Anna Fenninger und Andrea Fischbacher. Beide mussten in den Schnee. "Wenn du so viel riskierst wie ich heute, passiert so etwas. Mir ist nichts passiert, der Sturz war nicht wild. Ich bin zu schnell gewesen, setzte den Schwung zu früh an, machte dadurch zu wenig Richtung", sagte Fenninger.
Fischbacher rutschte mit großer Geschwindigkeit nur um Zentimeter an einer Torstange und damit einer schweren Verletzung vorbei: "Das habe ich nicht mitgekriegt, weil ich so blöd im Schnee lag. Der Ausrutscher ist aber beim Heimrennen doppelt bitter." JOSCHI KOPP















