Slalom-Ass Herbst hofft auf einen Super-Jänner
"Auch vor zwei Jahren hatte ich keine Ergebnisse und dann kam mein Super-Jänner. Ich lasse mich nicht verrückt machen, bin ja schon lange genug dabei, um zu wissen, wie eng es in unserem Sport zugeht", erklärte Herbst.

Foto © APReinfried Herbst
Reinfried Herbst erlebt ein Deja-vu. Der Salzburger Slalomspezialist sieht sich an die Zeit vor zwei Jahren erinnert. Damals hatte er mit zwei Ausfällen den exakt gleich schlechten Start in die Saison wie in diesem Winter, ehe das neue Jahr die Wende und Siege brachte. Genau das erhofft sich der 32-Jährige heuer auch. Mit Platz fünf im nur zur Weltcup-Gesamtwertung zählenden Parallelrennen am Sonntagabend in München schrieb der zweifache Familienvater nun erstmals an.
Als Gewinner von vier Slaloms der Rennzeit 2009/2010 und Verteidiger der kleinen Kristallkugel war Herbst im November in Levi in die WM-Saison gestartet, bereits im ersten Durchgang sah er das Ziel nicht. Auch in Val d'Isere ereilte ihn ein Ausfall. 2008 hießen die Schauplätze der Nullnummern vor dem Jahreswechsel Levi und Alta Badia, ehe er bei den fünf Jänner-Rennen Platz sieben in Zagreb, den Sieg in Adelboden, Platz zwei in Wengen und nach einem Ausfall in Kitzbühel den Triumph beim "Nightrace" in Schladming folgen ließ.
Ideale Abstimmung gefunden?
Die Erinnerung an die Vorvorsaison lässt Herbst auch einen kühlen Kopf bewahren. Es bedrücke ihn nicht, dass er noch kein Resultat für die Slalomwertung stehen habe. "Auch vor zwei Jahren hatte ich keine Ergebnisse und dann kam mein Super-Jänner. Ich lasse mich jedenfalls nicht verrückt machen, bin ja schon lange genug dabei, um zu wissen, wie eng es in unserem Sport zugeht", erklärte der Unkener, der nach dem "Schifest in München" am Montag in Salzburg trainierte sowie am Dienstag und Mittwoch auf der Kärntner Petzen. Er habe, so Herbst, über die Weihnachtsfeiertage viel gearbeitet und trainiert, um Rennrhythmus und ideale Abstimmung für die wichtigen Jänner-Rennen zu finden. Zeit widmete er an den besinnlichsten Tagen des Jahres aber vor allem auch seiner Familie, ehe wieder Trainingseinheit um Trainingseinheit absolviert wurden.
"München war jetzt wichtig, um die Spannung für Zagreb und die folgenden Rennen aufzubauen. Ich freue mich auf den Jänner, wenn es auch bei uns Slalomfahrern Schlag auf Schlag geht", mangelt es dem Modedesigner (Lifestyle-Bekleidungslinie) nicht an Motivation. Auf dem Olympiaberg in München war Herbst im Viertelfinale dem Kroaten Ivica Kostelic unterlegen, der als Sieger des Stadt-Spektakels zum donnerstägigen Nachtslalom auf seinem Hausberg Sljeme in Zagreb kommt. Auf dem "Bärenberg" fühlen sich Kostelic und Herbst wohl, zum Sieg hat es aber für beide noch nicht gereicht. Der Kroate wurde in den bisherigen drei Auflagen zweimal Zweiter, qualifizierte sich aber 2010 nicht für das Finale. Der Österreicher wurde Dritter, Siebenter und zuletzt Fünfter.














