Die Wünsche der Maria Riesch
Der Gesamt-Weltcup ist heuer das große Ziel von Maria Riesch. Neu an ihrer Seite ist Bald-Ehemann Marcus Höfl, der ihre Zeit bestimmt. Die Schmetterlinge im Bauch sollen heuer alle Wünsche erfüllen.

Foto © GEPAMarcus Höfl will Maria Riesch ehelichen und unterstützen
Sie ist Doppel-Olympiasiegerin, sie ist Weltmeisterin, sie holte bisher drei kleine Weltcup-Kugeln. Doch das Größte fehlt Maria Riesch noch in ihrer Sammlung - der Gesamt-Weltcupsieg. Den verpasste die 26-Jährige in den vergangenen beiden Saisonen jeweils knapp. Heuer soll alles anders werden, ging sie doch mit Schmetterlingen im Bauch in den Schi-Winter, dessen Höhepunkt die WM im Februar in ihrer Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen ist.
Seit einigen Monaten ist das "süße Mädel" - die Konkurrenz nennt sie so wegen ihres Kopfsponsors "Milka" - mit Beckenbauer-Manager Marcus Höfl liiert, gibt ihm im Frühjahr 2011 in Kitzbühel das Jawort. Den 37-Jährigen zeichnen vor allem drei Dinge aus: Zielstrebigkeit, Dominanz und Perfektionismus. Das sieht man schon an seinem Aussehen. Da steht kein Härchen in die falsche Richtung, sitzt die Föhnfrisur perfekt, passt bei der Kleidung von Kopf bis Fuß alles exakt. Dazu regelt er die Zeit seiner Zukünftigen generalstabsmäßig. Verlangt jemand ein zehnminütiges Gespräch mit Maria, dann dauert das auch nur genau zehn Minuten.
Auch Riesch nahm es heuer im Sommer genau: mit dem Speedtraining. "Da ich in vergangenen Wintern im Super-G nichts erreichte, lag das Hauptaugenmerk darauf", gab die Deutsche zu, die mit zwei Siegen und drei zweiten Plätzen den besten Saisonstart ihrer Karriere hinlegte.
Viel mehr Punkte
"Im Vorjahr hatte ich am Ende nach 33 Rennen 1516 Weltcuppunkte gesammelt. Heuer sind es nach acht Rennen schon 514. Es schaut gut aus, ich kann aber nicht rechnen, dass es die gesamte Saison so laufen wird", gab sich Maria sehr vorsichtig.
Angriffslustig ist die Deutsche dagegen in den Speed-Disziplinen, die am Freitag mit einem Super-G und am Samstag mit einer Abfahrt in Val d'Isere ihre Fortsetzung finden. Die ersten beiden Saison-Abfahrten in Lake Louise konnte sie gewinnen, im Super-G belegte sie hinter ihrer besten Freundin Rang zwei.
"Es ist super, wenn du gleich zu Beginn siehst: Die Arbeit im Sommer hat sich gelohnt", freute sich Riesch, die das erste Training in Val d'Isere beherrschte.
1. Zeitlauf: 1. Riesch (GER) 1:53,86; 2. Vonn (USA) +0,93 Sek.; 3. Marchand-Avier (FRA) +1,48. Weiter: 9. Mader +2,03; 13. Fischbacher +2,81; 14. Moser +2,84. Out: Görgl.














