Walchhofer beendete mit Triumph ÖSV-Abfahrtsmisere
Michael Walchhofer hat Österreichs 20-monatige Weltcup-Sieglosigkeit in der alpinen Königsdisziplin beendet. Der Osttiroler Mario Scheiber wurde ex aequo mit dem Norweger Aksel Lund Svindal Zweiter. Kröll wurde Sechster.

Foto © GEPAMichael Walchhofer strahlt mit Scheiber und Svindal
Na bitte, es geht ja. 630 Tage wartete die Schi-Nation Österreich auf einen Sieg in der Abfahrt, diese Durststrecke ist ab sofort Geschichte: Denn gleich zum Auftakt in die neue Saison wurde die Schi-Welt wider zurecht gerückt, nachhaltig sogar. Denn es gab gleich einen Doppelsieg, Michael Walchhofer gewann in Lake Louise vor Mario Scheiber, der - ex aequo mit Aksel Lund Svindal - Zweiter wurde; zum neunten Mal in seiner Karriere. Ein zweiter Platz, mit dem er aber gut leben kann, denn: "Walchi war an diesem Tag einfach unschlagbar", gestand Scheiber ein und verneigte sich damit verbal vor dem Salzburger, der heuer genau jenen Auftakt schaffte, der ihm im Vorjahr versagt geblieben war. Und das mit einer gehörigen Portion Risiko: "Wir haben im Vergleich zum Training etwas geändert. Aber zum Glück hab ich meinem Servicemann vertraut", sagte Walchhofer und fügte erleichtert hinzu: "An so einem Tag fällt das Lachen leicht, der Grinser geht von einem Ohr zum anderen."
Noch nicht in Hochform
Der Servicemann feierte damit ebenso ein gelungenes Comeback, denn Edi Unterberger, der einst schon Hermann Maier schnell gemacht hatte, kehrte mit der neuen Saison zu Walchhofer zurück - und das Duo bewies schon im ersten Rennen, dass die Kombination Alter und Abschluss-Saison nicht vor Siegen schützt: Walchhofer ist mit 35 Jahren, 6 Monaten und 30 Tagen der älteste Sieger einer Abfahrt.
Was ihn besonders freut: "Im Vorjahr war ich in Hochform, dann hab' ich verkrampft. Jetzt weiß ich, dass ich mich sogar noch steigern kann." Der Sprung auf die Erfolgswelle "wäre durchaus möglich", sagt er - grinst und ergänzt: "Hier in Lake Louise habe ich meine erste Abfahrt gewonnen. Ich hoffe, dass dieser Sieg nicht der letzte ist."
Das fürchtet auch Svindal: "Die Österreicher waren immer die Besten, es war nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder gewinnen. Ich hoffe nur, nicht immer . . ."
Features
Ergebnisse: Top 10
- 1. Michael Walchhofer (AUT)
- 2. Aksel Lund Svindal (NOR)
- 2. Mario Scheiber (AUT)
- 4. Silvan Zurbriggen (SUI)
- 5. Johan Clarey (FRA)
- 6. Klaus Kröll (AUT)
- 7. Carlo Janka (SUI)
- 8. Bode Miller (USA)
- 9. Didier Cuche (SUI)
- 10. Patrick Küng (SUI)
Foto

Ein zufriedener Aksel SvindalFoto © GEPA
Foto

Rang zwei für Mario ScheiberFoto © GEPA















