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Zuletzt aktualisiert: 26.11.2010 um 14:38 UhrKommentare

"Wenn das Zugpferd fehlt, ist das nie gut"

Kathrin Zettel, das "Zugpferd" im österreichischen Team, fehlt beim Riesentorlauf in Aspen und gönnt sich in "Dubai" eine Auszeit. Nun liegt der Druck auf den anderen ÖSV-Läuferinnen.

Kathrin Zettel

Foto © APAKathrin Zettel

Der Riesentorlauf am Samstag in Aspen steht aus österreichischer Sicht ganz im Zeichen der Comebacks von Marlies Schild und Eva-Maria Brem. Während bei diesen beiden die Erwartungen aber weniger hoch sind als jene von Elisabeth Görgl, Michael Kirchgasser oder Nicole Hosp, war auch eine Abwesende ein Thema in den USA. Denn die verletzte Kathrin Zettel wäre Österreichs Nummer eins in Aspen gewesen.

Die Niederösterreicherin muss aber wegen ihrer anhaltenden Knie- und Hüftprobleme nach Levi auch auf einen Start auf ihrem Lieblingshang pausieren und streute dafür eine "Auszeit" in Dubai ein. Grund dafür, dass Gerüchte um ein mögliches Karrierende aufgetaucht sind. "Sie arbeitet weiter an ihrem Comeback, macht Therapie und stand zuletzt drei Tage auf Schiern", klärt Manager Valentin Hobel auf: "Sie muss noch immer mit den Kräften haushalten, damit sich die Muskulatur nicht wieder verhärtet. Derzeit genießt sie Regenerationstage." In Aspen wird man Zettel schmerzlich vermissen, denn hier hat sie nicht nur ihr erstes Podium, sondern auch ihren ersten Weltcup-Sieg geholt.

Beim Saisonauftakt in Sölden war sie beim deutschen Doppelsieg durch Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg vor Weltmeisterin Kathrin Hölzl trotz ihrer Probleme als Siebente sogar beste ÖSV-Fahrerin gewesen, auch der letzte ÖSV-RTL-Sieg (Marburg) geht auf ihr Konto. "Wenn das Zugpferd fehlt, ist das nie gut für das Team", meinte Hosp.

Die Angst abgelegt

Die steile und anspruchsvolle Piste in Aspen ist freilich nicht nur für die "Flöhe" wie Zettel oder die als Vorjahres-Siegerin erneut als Favoritin geltende Hölzl, sondern auch für Marlies Schild maßgeschneidert. "Ich liebe diesen Hang hier." Die Angst vor dem Tempo hat die Slalom-Königin, die am Sonntag zu den ganz großen Favoritinnen zählt, längst abgelegt.

Den besten Eindruck im internen Riesentorlauf-Training hatte zuletzt Elisabeth Görgl hinterlassen. Der Steirerin taugt, dass wegen des vielen Neuschnees die Piste in Aspen wieder eine richtige Piste und nicht mehr so brutal eisig sein dürfte wie in den vergangene zwei Jahren. Auch Nicole Hosp und Brem versuchen nach schweren Verletzungen in Aspen einen Schritt zurück zu machen.

APA/JOSCHI KOPP

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