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Zuletzt aktualisiert: 24.10.2010 um 15:58 UhrKommentare

Viel Nebel, null Sicht: Herren-Riesentorlauf abgesagt

Verpatzter Saison-Auftakt für die Schi-Herren: Starker Nebel machte am Sonntag ein reguläres Rennen in Sölden unmöglich. Und so wurde der Riesentorlauf nach dem ersten Durchgang abgebrochen - zur Enttäuschung der Fans.

Dichter Nebel auf der Strecke machte einen zweiten Durchgang unmöglich

Foto © Thomas HuberDichter Nebel auf der Strecke machte einen zweiten Durchgang unmöglich

"Es schaut nicht gut aus", war der Söldener Busfahrer pessimistisch, als es in der Früh die Gletscherstraße auf das Rettenbachjoch hinaufging. Und er sollte recht behalten. Der erste Durchgang des Herren-Riesentorlaufs ging noch pünktlich über die Bühne, aber dann ging in Sölden nichts mehr: Von Stunde zu Stunde wurde der Nebel dichter, von Stunde zu Stunde sank die Hoffnung bei den Fans, doch noch einen Finaldurchgang zu erleben. Um Punkt 14:30 Uhr kam dann die offizielle Meldung: Der Riesentorlauf wird abgesagt, der erste Durchgang nicht gewertet. Und damit ist er ins Wasser gefallen, der Weltcup-Auftakt der Herren.

Nebel, Wind und Schneefall

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Kleine Zeitung Romed Baumann über die Absage

Viel Nebel, null Sicht: Viertelstündlich wurde der ursprünglich für 13 Uhr geplante Start des Finales nach hinten verlegt. Lange hat die FIS zugewartet. Zu einem Zeitpunkt, als jedem im Zielhang schon klar war, dass heute kein reguläres Rennen mehr möglich sein wird. "Ich habe mir schon um 13 Uhr gedacht, dass das Wetter nicht mehr besser werden wird", sagt die enttäuschte Ivanka aus Längenfeld, die vor allem Benni Raich und Bode Miller die Daumen gedrückt hat.

Auch bei Bianca und Valentina, die extra aus Vorarlberg angereist sind und seit den Morgenstunden im Zielgelände bei Minusgraden ausgeharrt haben, ist die Enttäuschung groß: "Die Absage ist sehr schade, aber wir sind trotzdem stolz auf die Österreicher."

Hundertstelkrimi im ersten Durchgang

Für die tausenden Schi-Fans ist die Absage doppelt schade, denn der erste Durchgang hatte sich zum echten Hundertstelkrimi entwickelt. Lediglich 15 Hundertstel Sekunden lagen zwischen den Top-6-Fahrern, gar nur drei Hundertstel zwischen den ersten Drei. In Führung lag etwas überraschend der Franzose Cyprien Richard. Dahinter lauern RTL-Weltcuspieger Ted Ligety (+0,02) und der Österreicher Philipp Schörghofer (+0,03) - ex aequo mit dem Italiener Davide Simoncelli.

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Kleine Zeitung Philipp Schörghofer über seine Leistung

Schörghöfer war nicht der einzige aus dem rot-weiß-roten Team, der noch alle Chancen auf einen Stockerlplatz hatte: Marcel Hirscher lag nach Durchgang eins auf Rang fünf (+0,13), Romed Baumann drei Plätze dahinter (+0,74). Der Routinier im Team, Benni Raich, lag nach einem schweren Patzer nur auf Rang 16. Der Pitztaler wird die Absage aber leichter verkraften, denn mit einem Rückstand von 1,55Sekunden ist sein Traum vom ersten Stockerlplatz in Sölden - zehn Versuche blieben bisher erfolglos - bereits zur Halbzeit im Nebel versunken.

THOMAS HUBER, SÖLDEN

Andi Schifferer verhaftet

Für Gesprächsstoff sorgte ein Ex-Schirennläufer: Andreas Schifferer, einst Abfahrts-Weltcup-Sieger, wurde angeblich verhaftet, weil er ein Snowboard gestohlen haben soll, wie blick.ch berichtet. Der 36-Jährige wurde angezeigt und von vier Polizisten abgeführt, die Polizei in Sölden wollte aber keine offizielle Auskunft geben.

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Kleine Zeitung ÖSV-Cheftrainer Matthias Berthold über sein Team

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Kleine Zeitung Berthold: "Arbeit wartet"

Beeindruckende Rückkehr

Die Überraschung des Tages war Kalle Palander: Nach 33 Monaten Verletzungspause und fünf Operationen nach einem Schienbeinbruch kehrte der 33-Jährige zurück - und fuhr im ersten Lauf auf Platz elf. "Aber ehrlich: Es war so anstrengend, dass ich mir während der Fahrt nicht sicher war, ob ich wirklich bereit bin", sagte er, "aber das war hier keiner. Umso mehr freut mich die Zeit."

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Foto © Thomas Huber

Bild vergrößernBenni Raich wird die Absage leichter verkraftenFoto © Thomas Huber

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