FIS will "flexibel in eine große Zukunft"
Der Schisport hat die Wirtschaftskrise gut überstanden, dank treuem Hauptsponsor, einem vollem Kalender und einer langen Warteliste potenzieller Veranstaltungsorte befinde man sich in "einer relativ glücklichen Lage".

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Das sagte Gian Franco Kasper, der Präsident des Schi-Weltverbandes (FIS) am Freitagnachmittag in Sölden im Rahmen des "Forum Alpinum". Ernüchternd fiel hingegen sein kurzer Bericht über Sotschi aus, den Olympia-Austragungsort von 2014 hatte er kürzlich besucht.
"Eine große Zukunft"
Kasper prophezeite dem Skisport "eine große Zukunft", man müsse jedoch flexibel bleiben, darauf achten, was Zuschauer und Athleten wollen und gemäß der Zeit Adaptierungen vornehmen. Auch betonte er, man habe während guter Zeiten Reserven angelegt. Über Sotschi meinte er, dass es derzeit wohl "die größte Baustelle der Welt, zumindest aber von Europa" sei. "Noch fehlen 22.000 Hotelzimmer und es wurde damit noch nicht begonnen. Neun Tunnel sind derzeit im Bau". Dank Wladimir Putin, der russischen Finanzkraft und der Möglichkeit, Experten "einzukaufen", werde man aber alles rechtzeitig schaffen, ist Kasper überzeugt.
Kasper, der auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist, ging auch kurz auf die Olympischen Jugendspiele 2012 in Innsbruck ein, während denen die traditionellen Hahnenkammrennen stattfinden. "Wir werden den Männer-Slalom bei den Jugendspielen als Nachtevent austragen und den Medienabend von Kitzbühel nach Innsbruck in den Zielbereich verlegen. So können wir die beiden Big Events verbinden", sagte der Schweizer, der hofft, das den Youth Olympic Games genug Aufmerksamkeit zuteilwerden wird und davon überzeugt ist, dass Österreich bei der Organisation einen "exzellenter Job" machen wird.
Nichts Neues hatte Bernhard Russi, der Chef des FIS-Alpin-Komitees, zum Sicherheitsthema zu berichten. Er bat die Vertreter der anwesenden Skiverbände um Geduld: "Es geht uns auch nicht schnell genug und es wäre uns am liebsten, wenn einer aufstehen und sagen würde, er hat die Lösung". Eine neue Arbeitsgruppe unter Vorsitz des früheren ÖSV-Herren-Cheftrainers Toni Giger nimmt sich der Thematik an. Atle Skaardal, der Chef-Renndirektor der Damen, freut sich im kommenden Winter besonders auf die Rückkehr von Courchevel in den Weltcupzirkus.
"Flachau hat im vergangenen Winter ein aufregendes Nachtevent organisiert, ich erwarte das gleiche von Courchevel", sagte der Norweger. Flachau wurde übrigens auch als medienfreundlichster Veranstaltungsort der abgelaufenen Saison bei Damen und Herren ausgezeichnet, auf den Plätzen zwei und drei landeten mit Schladming und Haus im Ennstal zwei weitere österreichische Stationen.
Vorfreude auf 2. Jänner
Im Herrenlager blickt Günter Hujara dem Stadtevent am 2. Jänner im Münchner Olympiapark besonders erwartungsfroh entgegen. "Wir haben das in Moskau gesehen, City-Events haben einen großen Wert für den Weltcup. Die Athleten werden wie Popstars behandelt. Wir müssen dort hin gehen, wo die Leute sind. Und die Leute sind in den Großstädten. Unser Ziel ist es, noch mehr in die Städte zu gehen. Wir haben großartige Athleten, die müssen wir promoten und der Welt zeigen, wer sie sind", sagte der Renndirektor. In München werden auch Weltcuppunkte für die Gesamtwertung vergeben.
Die 15 besten Damen und Herren des Gesamtweltcups sowie jeweils ein zusätzlicher Starter aus dem Veranstalterland sind startberechtigt und tragen einen Parallel-Slalom aus.














