Kampf um die Kristallkugeln geht los
Sölden jubelt vor dem Auftakt des Schi-Weltcups über die Top-Bedingungen. 120 freiwillige Helfer waren im Einsatz, um die Piste in einen rennfertigen Zustand zu bringen.

Foto © GEPADer Kampf um die große Kristallkugel beginnt von Neuem
"In einem derart perfekten Zustand war die Strecke noch nie", meinte Rennleiter Rainer Gstrein. Für die Riesentorläufe der Damen (Samstag) und Herren (Sonntag) werden im Ötztal wieder insgesamt rund 20.000 Zuschauer erwartet. "Wir hatten heuer aber auch Glück mit dem Wetter", sagte Gstrein angesichts der Piste und verwies auf einen relativ kalten August und wenige warme Föhntage im Herbst. Die Naturschneeunterlage wurde mit Kunstschnee überschüttet, inzwischen ist die komplette Strecke präpariert. Ein wenig Neuschnee kann die Veranstalter nicht sonderlich nervös machen. "Den Schnee rutschen wir aus der Strecke", erklärte Gstrein.
Letzter Schliff
Die Zeiten der Athleten dürften heuer etwas höher sein, im Steilhang vor der flachen Zieleinfahrt werden nämlich mehr Richtungstore aufgestellt. 120 freiwillige Helfer waren im Einsatz, um die Piste in einen rennfertigen Zustand zu bringen. Am Rennwochenende werden dann sogar insgesamt 400 Helfer vom Schiclub Sölden, den Bergbahnen, dem Bundesheer sowie den Kampfrichtern aus den umliegenden Bezirken mitwirken. Die ÖSV-Teams holen sich am Dienstag und Mittwoch in Sölden den letzten Schliff, die Damen und die Herren absolvieren auf dem Gelände rund um die gesperrte Rennpiste zwei Trainingstage, die für die Cheftrainer von höchster Bedeutung sind. "Wir nützen die zwei Trainingstage noch zur Materialabstimmung und wollen auf möglichst wettkampfnahen Verhältnissen trainieren", erklärte Herren-Chefcoach Mathias Berthold.
Beim Training mit dabei wird auch Benjamin Raich sein. Der Tiroler, Österreichs größte Sieghoffnung für Sonntag, hat eine leichte Darmgrippe gemischt mit einer Verkühlung überstanden, ist aber bereits wieder voll auf Sonntag fokussiert. "Der Start in Sölden war nie in Gefahr", versicherte Raich. Auch Damen-Cheftrainer Herbert Mandl hofft noch auf perfekte Trainingstage in Sölden. "Diese Woche steht das Training unter Rennbedingungen im Vordergrund. Auf einer rennmäßig präparierten Piste gilt es die Feinabstimmung zu finden", meinte Mandl.
Eva-Maria Brem, die sich nach einem Schien- und Wadenbeinbruch zurückkämpft, setzt in Sölden ihr Aufbauprogramm fort. In Sölden nützen auch zahlreiche andere Nationen die perfekten Bedingungen, u.a. hat sich auch schon das US-Herren-Team mit Bode Miller oder Ted Ligety eingeschwungen.














