Hirscher will sich nicht verheizen
Speed-Bewerbe wird Marcel Hirscher in der heurigen Schi-Saison eher meiden. Der 21-jährige Pongauer will sich voll und ganz auf die technischen Disziplinen konzentrieren.

Foto © GEPA Marcel Hirscher zeigte sich bei den Zeitläufen schon gut in Form
Marcel Hirscher ist an sich kein Einzelgänger. Und doch trainierte er im Sommer meist alleine Riesentorlauf, jene Disziplin, in der er im Vorjahr endgültig mit zwei Siegen den Sprung vom Riesentalent zum Siegläufer geschafft hatte. Und der 21-Jährige beeilt sich zu betonen: "Ich hab' nur allein trainiert, weil bei mir in der Technik-Gruppe ja sonst nur mehr Slalomläufer dabei sind."
Genützt hat er die Zeit trotzdem, um an der Technik zu feilen. Mit Erfolg: "Im Vorjahr war ich um diese Zeit schon am Anschlag. Jetzt hab' ich das Gefühl, dass ich noch Reserven habe", sagt Hirscher, der dementsprechend gespannt auf die ersten Vergleichsläufe wartete - und bei denen schnitt er sowohl am Mölltal als auch bei den Qualifikationsläufen am Mittwoch für den Weltcup-Auftakt in Sölden (23./24. Oktober) gut ab. "Vom Gefühl her dachte ich auch, dass es gut geht", schmunzelt Hirscher, der auf eine Neuerung noch verzichtete: Der Pongauer soll ja das "Erbe" des gelben Helmes von Hermann Maier antreten, der Kopfsponsor ist derselbe. Doch gegen einen Vergleich wehrt sich Hirscher, der kurz vor Saisonbeginn beim Friseur auf "Kurzhaar" umgestellt hat: "Mir gefällt das gar nicht, dass ich der neue Hermann Maier sein soll. Ich bin der Marcel Hirscher. Mit seinen Erfolgen kann ich mich bei Weitem noch nicht vergleichen. Und ich darf sie auch nicht erwarten."
Erwarten darf man sich auch nicht, dass Hirscher heuer vermehrt in Super-G oder Super-Kombi am Start sein wird: "Das mache ich nur, wenn ich Zeit für Training habe, denn ohne sind Speed-Disziplinen eben gefährlich. Und eine Verletzung steht wirklich nicht auf meinem Terminplan. Deshalb, auch wenn es blöd klingt: Da will ich mich nicht verheizen."















