Elisabeth Görgl: "Besser Bronze als nichts"
Kathrin Zettel (5.) und Michaela Kirchgasser (15.) haderten mit den Bedingungen - und mit sich selbst. Die zweifache Bronzemedaillengewinnerin Görgl begräbt die Vergangenheit.

Foto © GEPAElisabeth Görgl wäre Gold lieber gewesen
"Besser Bronze als nichts", war die Erkenntnis von Elisabeth Görgl nach dem Damen-Riesentorlauf in Whistler. Während sich bei der Steirerin nach ihrem zweiten dritten Platz dann doch Freude einstellte und Debütantin Eva-Maria Brem mit Rang sieben die Erwartungen erfüllte und auch zufrieden war, haderten Kathrin Zettel (5.) und Michaela Kirchgasser (15.) mit den Bedingungen und sich selbst.
Die Niederösterreicherin Zettel hält nach zwei Einsätzen bei den Rängen vier in der Super-Kombination und fünf im Riesentorlauf, die Dritte nach dem ersten Durchgang am Mittwoch ärgerte sich in dem wegen Nebels an zwei Tagen ausgetragenen Rennen über die nachlassende Piste am Donnerstag. "Speziell im unteren Teil, wo es reingeregnet hat, und sie mit Salz gearbeitet haben, da sind einfach keine Zeiten mehr möglich gewesen", meinte die Gewinnerin von Maribor und Zweite im Disziplinweltcup. Gerade dort hatte aber die Halbzeitführende Görgl, die im Mittelteil die Medaille schon vergeben hatte, noch kräftig aufgeholt und Bronze gerettet.
Große Enttäuschung
Vorzuwerfen habe sie sich nichts, sagte jedenfalls Zettel, die Enttäuschung sei aber groß. "Aber was soll's. Man ist da, um eine Medaille zu machen, und dann geht es halt nicht. Leider waren die Bedingungen so, aber das hilft alles nichts. Morgen ist eine neuer Tag", fügte sie an und meinte, es könne nicht schaden, den Ärger mit in den Slalom zu nehmen.
Bittere Tränen vergoss Kirchgasser. "Das passt einfach zur ganzen Saison. Ich weiß, was ich drauf habe, habe es aber im ganzen Winter nicht hinbekommen. Sicher, ich habe gewusst, dass es ganz schwer wird, eine Medaille zu holen. Ich habe gewusst, ich muss sicher das beste Rennen der ganzen Saison fahren. Wenn man alles probiert und es geht noch mehr schief, dann ist das Ganze ziemlich frustrierend", sagte die Salzburgerin.















