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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 um 21:58 UhrKommentare

Erstes Training für Herrenabfahrt vorverlegt

Am Mittwoch geht der erste Test auf der Dave-Murray-Piste nun bereits um 10.30 Uhr Ortszeit (19.30 MEZ) statt wie ursprünglich geplant zur Rennzeit um 11.45 Uhr in Szene.

Piste soll geschont werden - Schlechtwetter ab Mittwoch

Foto © GEPAPiste soll geschont werden - Schlechtwetter ab Mittwoch

Pünktlich zum ersten Olympia-Auftritt der Alpinskifahrer gibt es die erste Verschiebung. Das Abfahrtstraining der Herren am Mittwoch wurde um über eine Stunde auf 10.30 Uhr Ortszeit (19.30 MEZ) vorverlegt, um die unter den milden Temperaturen leidende Piste zu schonen. Ob die Spezialabfahrt der Herren wie geplant am Samstag (20.45 MEZ) über die Bühne gehen kann, wird indes immer fraglicher. Denn ab Mittwoch und bis zumindest Sonntag werden Schneeregen und Regen in der Olympiaregion dominieren.

Mit blutendem Herzen verfolgten deshalb die Coaches am Dienstag auf der Dave-Murray-Piste das Training der Vorläufer, denn dieses ging noch bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne. Eine Vorverlegung des ersten Abfahrts-Trainings war aber ebenso unmöglich wie es wahrscheinlich die Anwendung der 48-Stunden-Regel sein wird. Innerhalb dieser Frist können alpine Ski-Bewerbe getauscht werden, sollte es das Schlechtwetter notwendig machen.

Speedbewerbe haben Priorität

In Whistler wird man aber den wie immer am Anfang des Programmes stehenden Speedbewerben zunächst absolute Priorität geben. Innerhalb von nur vier Tagen sind von Samstag bis Dienstag Herrenabfahrt, Damen-Superkombination, Herrenkombi und Damenabfahrt in Whistler geplant. Für Donnerstag ist am gleichen Berg das erste Training der ins gleiche Ziel mündenden Damenabfahrt geplant.

Das drohende Schlechtwetter ist eine große Herausforderung für die Organisatoren und die Nervenstärke der Rennläufer. "Es macht das Spiel aber auch spannender, weil es ein zusätzliches Element rein bringt", empfahl Österreichs Herrenchef Toni Giger Gelassenheit. "Einige werden vielleicht die Nerven wegschmeißen und jammern, das sollte aber bei uns nicht passieren. Ich sehe das Wetter als zusätzliche Herausforderung."

Nur vier Coaches pro Nation durften am Dienstag mit Skiern auf die Piste, der Rest der ÖSV-Trainer bewegte sich außerhalb und zu Fuß, um Videoaufnahmen von den Vorläufern anzufertigen. Die Strecke, auf der über die vergangenen eineinhalb Jahrzehnte wetterbedingt gerade mal ein Trainingslauf stattgefunden hat, präsentiert sich auch am Dienstag wegen des milden Jahrhundert-Winters in Westkanada von oben nach unten zunehmend weicher. Wer die wenigen Meter vom am Hang liegenden Zielbereich runter nach Creekside fährt, steht überhaupt im knöcheltiefen Firn-Matsch.

Am Dienstag wäre dennoch problemlos ein offizielles Rennläufer-Training möglich gewesen. Dieses ist deshalb so enorm wichtig, weil ein Training für den Start einer Abfahrt verpflichtend ist. "Der Testlauf ist super verlaufen, die Strecke war insgesamt in einem guten Zustand", versuchte FIS-Renndirektor Günter Hujara ruhigzubleiben. "Wir müssen nur schauen, dass wir am Mittwoch früh genug auf der Piste sind."

Zusätzliche Maßnahmen etwa mit Schneezement sind vorerst aber nicht geplant, weil dies die Abfahrtspiste vermutlich ruinieren würde. Hujara: "Wir können nur abwarten, was wettermäßig wirklich passiert. Sehr ermutigend sind die Aussichten aber nicht."


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