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Zuletzt aktualisiert: 24.01.2010 um 18:37 UhrKommentare

Auf der Planai soll es den Sieg dann geben

In Schladming soll es anders werden: Auch im Slalom von Kitzbühel gab es keinen Sieg, dafür holte Benni Raich eine Kristallkugel.

Herbst

Foto © GEPAHerbst

Reinfried Herbst konnte es fast nicht glauben: 600 Fans waren aus seiner Heimat Unken nach Kitzbühel gekommen, um ihn siegen zu sehen. Er selbst brachte einen verschobenen Wirbel unter Kontrolle, knallte im ersten Durchgang einen Traumlauf in den Schnee -und stand am Ende wie im Vorjahr mit leeren Händen da: Wieder scheiterte er als Führender. "Ein Schlag auf einer Welle hat mich von der Linie abgebracht. Und vorbei war's", erklärte der Salzburger, der zwar das Rennen zu Ende fuhr, aber neben dem Sieg auch noch die Führung im Slalom-Weltcup verlor - im Ziel aber trotzdem sofort seinem Freund Felix Neureuther herzlich zum Sieg gratulierte. "Bitter", presste er heraus, machte sich aber selbst wieder Mut: "Wenn es wirklich wie im Vorjahr läuft, dann soll es mir recht sein. Denn da habe ich zwei Tage später in Schladming gewonnen. Mein bisher sicher schönster Sieg. Und den in Kitzbühel hole ich mir auch noch irgendwann", erklärte Herbst, dessen Fanclub mit knapp 600 mitgereisten Anhängern einen neuen, inoffiziellen "Schi-Weltrekord" aufgestellt hatten. "Hoffentlich hat's in Unken heute keine Einbrecher gegeben, weil viel waren da nicht zu Hause", hatte Herbst ein paar Minuten nach dem Aus schon wieder Sinn für Scherze.

Raich kriegt die Kugel

Und so war es bei den Österreichern wie schon in der Abfahrt: Es gab keinen Podestplatz, Benjamin Raich war als Vierter noch der Beste - dazu sorgte er als Dritter in der Kombination doch noch für einen Podestplatz und wurde mit dem Sieg im Kombinationsweltcup belohnt. "Meine sechste kleine Kugel", sagte Raich, der sich sofort bemühte, die positiven Dinge herauszustreichen: "So schlecht, wie alle reden, ist es doch nicht. Und ich bin ja hier in Kiztbühel schon mit dem Gedanken an die Kombination gefahren - mal schauen, was am Dienstag in Schladming geht, wenn ich locker drauflos fahren kann."

Ganz locker war auch Marcel Hirscher nicht unterwegs, "weil ich einmal im Ziel sein wollte und zwei kontrollierte Läufe machen wollte - eine Seite an mir, die ich gar nicht kenne." Aber eine, die funktionierte: Hirscher fuhr auf Platz sechs und fühlt sich auf dem Weg dorthin, "wo ich im Slalom schon war", wohl. Freude war bei den Österreichern trotz der Raich-Erfolge kaum zu sehen - abgesehen die über den Erfolg von Felix Neureuther. Auch wenn Alpin-Direktor hans Pum eine säuerliche Bilanz des Wochenendes zog, das für Herren wie Damen nicht nach Wunsch verlaufen war: "Gut war es nicht. Und hier in Kitzbühel hätten wir sicher nicht so Tourismus-freundlich agieren müssen." So war es am Präsidenten, Änderung zu versprechen: "Es wird wieder anders kommen, wir werden wieder gewinnen. Und zwar schon am Dienstag in Schladming."

MICHAEL SCHUEN

Aufwärtstrend bei Matt

Ganz glücklich sah Mario Matt nach wie vor nicht aus, doch die Erleichterung war dem Doppel-Weltmeister ins Gesicht geschrieben:
Rang zehn in Kitzbühel war die erst zweite Zielankunft für ihn in dieser Saison.

"Das ist das wichtigste, auch dass ich im zweiten Lauf schon teilweise gut gefahren bin. Ich brauche wieder Vertrauen, da hilft es, endlich im Ziel zu sein." Für Olympia braucht der Tiroler aber noch eine Steigerung.

Diskussionen um Kombi

Ein kroatischer Sieger in der Kombination:

Ivica Kostelic, sowohl in Abfahrt als auch Slalom Siebenter, war überglücklich - und kritisierte, dass es ab 2011 keine Kombination mehr geben soll.

"Wir wollen am Freitag eine Super-Kombination mit Super-G am Vormittag und einem Slalom mit Flutlicht", sagte Renndirektor Günter Hujara.
Aber: ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel will das nicht:
"Da werden wir eingehend diskutieren müssen."

Endstand

1. Felix Neureuther (GER) 1:37,35 Min.
2. Julien Lizeroux (FRA) + 0,39
3. Giuliano Razzoli (ITA) + 0,99
4. Benjamin Raich (AUT) + 1,10
5. Michael Janyk (CAN) + 1,25
6. Marcel Hirscher (AUT) + 1,31
7. Ivica Kostelic (CRO) + 1,58
8. Mattias Hargin (SWE) + 1,71
9. Steve Missillier (FRA) + 1,80
10. Mario Matt (AUT) + 2,05

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