Jägerin Zettel erlegte mit Doppel in Marburg "Goldenen Fuchs"
Ihrem siebenten Riesentorlauferfolg am Samstag ließ sie tags darauf die längst fällige Premiere im Slalom folgen.

Foto © APAKathrin Zettel
Ihren andauernden Kniebeschwerden zum Trotz hat sich Kathrin Zettel am Wochenende in Marburg nach zuvor bereits sieben Podestplätzen endlich in die Siegerliste der Olympiasaison eingetragen - und das gleich doppelt. Die Marburg-Wertung um die "Golden Fox Trophy" wurde so überlegen zur Beute der passionierten Jägerin aus Niederösterreich. Zettel, die seit dem Frühjahr an einer Bänderverletzung im linken Knie laboriert, jubelte überschwänglich über ihren ersten Sieg im Torlauf. Ein "Herzenswunsch" sei endlich in Erfüllung gegangen. "Nach der Erleichterung durch den Sieg im Riesentorlauf habe ich den Schwung mitgenommen", betonte die 23-Jährige nach dem Erfolgswochenende auf dem von ihr, weil zu flach, wenig geliebten Marburger "Bachern".
Druck gemacht
Seit Saisonbeginn war die Kombinationsweltmeisterin im Slalom nie schlechter als Vierte (3, 4., 3., 2., 3.) gewesen, im 49. Weltcup-Anlauf wurde sie nun endlich mit dem ersten Sieg in dieser Disziplin belohnt. "Vielleicht habe ich mir zu viel Druck gemacht, ich war sehr oft knapp dran, ich habs geduldig sein müssen und es hat sich ausgezahlt", meinte Zettel zum langersehnten Torlauftriumph, der auch dank des Einfädlers der Halbzeitführenden Marlies Schild im Finale zustande kam.
Der Premierenerfolg brachte sie in der Slalomwertung bis auf 23 Punkte an die Deutsche Maria Riesch heran. Bei nur noch einem ausstehenden Weltcuprennen Mitte März in Garmisch-Partenkirchen macht sich Zettel aber noch keine Gedanken über die kleine Kristallkugel, die Schild nun nicht mehr holen kann. Der Fokus liege vorerst voll auf den Olympischen Spielen. "Der Weltcup ist jetzt nicht unbedingt das Ziel, jetzt kommt Olympia", legte sie ihre Prioritäten fest. In Vancouver ist Zettel in drei Disziplinen (Slalom, Riesentorlauf, Super-Kombi) eine Anwärterin auf ihre erste Olympiamedaille. "Natürlich träumt man auch von Gold, aber ich habe momentan einfach Spaß am Schifahren und das nehme ich mit nach Kanada", sagte die Göstlingerin über den anstehenden Saisonhöhepunkt.














