Britische Schisportler sagen der Petzen "Goodbye"
Britische Alpinmeisterschaften abgesagt. Zimmervermieter wollen Schadenersatz fordern. Geschäftsführer der Petzen Bergbahnen spricht von einer "wirtschaftliche Katastrophe". Region verliert eine Wertschöpfung von 600.000 Euro.

Foto © Katz-LogarAlfred Pajancic ist schockiert
Mehr als 600 Engländer sollten dieser Tage die Petzen bevölkern. Weil der Schiclub Petzen die Britische Alpinmeisterschaft wegen der ungünstigen Schneelage absagen musste, sind nur knapp 40 Prozent der gemeldeten Gäste gekommen. Zimmervermieter wollen nun von den Verantwortlichen Schadenersatz fordern.
"Für die Region ist die Absage eine wirtschaftliche Katastrophe", sagt Alfred Pajancic, Geschäftsführer der Petzen Bergbahnen. Die Region verliert damit mindestens eine Wertschöpfung von 600.000 Euro. Auf der Petzen herrschen Dank dem Kunstschnee zwar gute Pistenverhältnisse und alle Lifte sind in Betrieb, für die Durchführung von Rennen dieser Dimension sei aber die Schneefläche einfach zu klein. "Die Entscheidung, das Briten-Rennen abzusagen, haben wir uns nicht leicht gemacht", so Pajancic. Friedrich Oschmautz, der Obmann des SC Petzen und verantwortlicher Organisator der Rennen meint, dass ein eingeschränktes Programm den Briten nicht zumutbar wäre. Ebenfalls seien alle Bemühungen, die Meisterschaften in ein anderes Schigebiet zu verlegen, gescheitert. "Alle umliegenden Schigebiete haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie wir." Den Briten wurde nun ein Ersatztermin im Februar vorgeschlagen. "Wir hoffen, dass die Verhandlungen positiv verlaufen", sagt Oschmautz. Der Schaden sei enorm, weil auch Weltklasseläufer wie beispielsweise Ivica Kostelic genannt waren.
Schwer enttäuscht von der Absage sind auch die Zimmervermieter. "Mein Haus steht zehn Tage leer, ich werde von den Organisatoren einen Schadenersatz verlangen", meint etwa Alfred Loser, Gastwirt aus St. Michael. Wegen der Reservierungen der Briten musste Loser vielen Stammgästen ihre Buchungen absagen. Mit einem blauen Auge davongekommen ist hingegen Stefan Breznik, Chef des Alten Brauhauses in Bleiburg: "Unsere Gäste sind zu 90 Prozent da".














