Walchhofer war von sich selbst beeindruckt
Michael Walchhofer braust beim Super-G in Val d'Isere überraschend zum Sieg.

Foto © APAMichael Walchhofer
Schön, wenn sich jemand trotz seiner vielen Erfolge noch immer selbst überraschen kann. Michael Walchhofer ist selbiges beim Super-G in Val d'Isere geglückt. Der Salzburger, der sich vor dem Start kaum Chancen auf einen Top-10-Platz ausgerechnet hatte, brauste in einem verrückten Rennen (nur die Hälfte der Teilnehmer sah das Ziel) bei leichtem Schneefall und schlechter Bodensicht vor Ted Ligerty und dem Südtiroler Werner Heel zu seinem 15. Karrieresieg und dem zweiten im Super-G nach Gröden 2004.
"Das ist eine Riesenüberraschung. Ich hatte einen Riesenfehler, als ich im Ziel gesehen habe, dass ich Erster bin, habe ich mich erst überhaupt nicht ausgekannt", sagte Walchhofer, der ja am Vortag beim zur Kombination zählenden Super-G noch 1,79 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte. Walchhofer notierte damit nach Reinfried Herbst (Slalom Levi) und Benni Raich am (Super-Kombination Val d'Isere) den dritten Saisonsieg für den ÖSV. "Ich bin fast ein bisschen von mir selbst beeindruckt. Heute war die Überwindung ausschlaggebend", grinste der Speed-Spezialist.
Raich will WM-Revanche
Zweitbester Österreicher wurde Raich als Fünfter. Der Pitztaler hat damit im Gesamtweltcup nur noch 34 Zähler Rückstand auf den Schweizer Carlo Janka, der wie schon in der Super-Kombi am Freitag ausschied. Somit kann Raich am Sonntag mit einem Top-Resultat im Riesentorlauf (ab 10.10 Uhr, ORF 1 live) sogar die Gesamtführung übernehmen. Allerdings kam er im Februar auf der selben Piste bei der WM "nur" auf Platz zwei - hinter Janka. Raich: "Vielleicht gelingt mir ja die Revanche."
Sehr guter Sechster als drittbester Österreicher wurde Mario Scheiber, der sich nach der Verletzungspause Selbstvertrauen holte. "Der Schritt in die richtige Richtung, Richtung Stockerl, Richtung Sieg. Dass es jetzt für das Stockerl noch nicht reicht, ist klar", meinte der Osttiroler, der von großer Überwindung sprach. "Man sah überhaupt nichts, keine Wellen. Es war von oben bis unten ein brutaler Kampf."
Features
Fotoserie
Ergebnis
1. Michael Walchhofer AUT 1:20,78 Min.
2. Ted Ligety USA +0,28 Sek.
3. Werner Heel ITA +0,75
4. Patrick Staudacher ITA +1,14
5. Benjamin Raich AUT +1,17
6. Mario Scheiber AUT +1,19
7. Aksel Lund Svindal NOR +1,43
8. Ales Gorza SLO +1,65
9. Bode Miller USA +1,67
Didier Cuche SUI +1,67
11. Marcel Hirscher AUT +1,70
12. Didier Defago SUI +1,83
13. Manfred Mölgg ITA +1,95
14. Silvan Zurbriggen SUI +2,07
15. Gauthier de Tessieres FRA +2,19
16. Kjetil Jansrud NOR +2,21
17. Christof Innerhofer ITA +2,31
18. Christoph Gruber AUT +2,65
Romed Baumann AUT +2,65
20. Andrej Sporn SLO +2,77
21. Manuel Osborne-Paradis CAN +2,89
22. Klaus Kröll AUT +2,90
23. Marco Büchel LIE +3,10
24. Sebastien Pichot FRA +3,15
25. Ambrosi Hoffmann SUI +3,32
26. Stefan Thanei ITA +3,59
27. Andrej Krizaj SLO +3,60
28. Niklas Rainer SWE +4,68
29. Truls Ove Karlsen NOR +4,92
30. Alexander Horoschilow RUS +5,64
Ausgeschieden:
u.a. Adrien Theaux (FRA), Andrej Jerman (SLO), Andrew
Weibrecht (USA), Carlo Janka (SUI), Erik Guay (CAN), Florian Scheiber
(AUT), Francois Bourque (CAN), Georg Streitberger (AUT), Hannes
Reichelt (AUT), Marco Sullivan (USA), Robbie Dixon (CAN), Tobias
Grünenfelder (SUI)

















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