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Zuletzt aktualisiert: 28.02.2009 um 20:48 UhrKommentare

Gold! "Adler" gaben die richtige Antwort

Mit einer Machtdemonstration machten Österreichs Springer im Teambewerb die Farce vom Vortag vergessen. Das ÖSV-Quartett triumphierte vor Norwegen und Japan.

Die ÖSV-Adler krönten sich zum Team- Weltmeister

Foto © APADie ÖSV-Adler krönten sich zum Team- Weltmeister

So schnell kann es gehen. Tags zuvor verließen Österreichs "Adler" nach dem Abbruch-Springen auf der Großschanze noch mit hängenden Köpfen den Auslauf, am Samstag erstrahlten sie an selber Stelle wieder in goldenem Glanz. Mit einem Vorsprung von 33,5 Punkten holten sich Wolfgang Loitzl, Martin Koch, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer vor Norwegen und Japan (dasselbe Ergebnis wie vor zwei Jahren in Sapporo) verdient den Weltmeistertitel und sind damit in Teamspringen bei Großveranstaltungen seit Oberstdorf 2005 ungeschlagen.

Kritik der Norweger. Der Triumph in Liberec läuft unter dem Titel "Genugtuung". Zu emotional waren noch die Erinnerungen an das Skandalspringen vom Vortag, wo man sich im "Adler-Horst" möglichem Edelmetall beraubt sah. "Natürlich ist es für uns eine Genugtuung. Gestern sind wir am Boden gelegen und es hat ein paar Leute gegeben, die noch draufgetreten sind", sagte Alex Pointner. Damit sprach der Cheftrainer Sticheleien der Norweger an. "Immer wenn sie sich am Vortag über unfaire Bedingungen aufgeregt haben, waren die Österreicher danach nicht so gut. Sie haben ein Problem damit", ätzte etwa Norsker-Coach Mika Kojonkoski vor dem Team-Bewerb. Umso befriedigender fiel die Antwort der "Adler" auf der Schanze aus.

Drei Medaillen. Mit dem sechsten Team-Titel in der ÖSV-Geschichte hamsterten die Springer in Liberec insgesamt zwei Mal Gold sowie einmal Silber und erfüllten damit die Vorgabe von Sportdirektor Toni Innauer. Dabei hätte es noch mehr werden können. Doch die Steirerin Daniela Iraschko wurde bei den Damen als Vierte leider vom Winde verweht, Thomas Morgenstern verlor auf der Normalschanze mit seinem Sturz die sichere dritte Medaille für Österreich und auch beim Abbruch-springen wäre für Schlierenzauer als auch Loitzl Edelmetall durchaus noch in Griffweite gewesen. Obwohl, dieses Thema wurde nach dem Teamsieg endgültig abgehakt.

Rekord für Loitzl. Apropos Loitzl: Der Doppelweltmeister ist seit Samstag mit sechs Goldenen (fünf Mal Team und einmal Einzel) erfolgreichster Springer der WM-Geschichte. "Eine tolle Sache, die mich natürlich sehr stolz macht", lächelte der Steirer, der aber auch noch ein wenig der Chance auf der Großschanze nachtrauert. "Da wäre vielleicht noch eine Medaille möglich gewesen."

Richtung Heimat. Für die Österreicher geht's nun Sonntag Früh mit dem Tourbus wieder Richtung Heimat. Die Pause ist aber nur kurz, denn bereits nächstes Wochenende holt die "Gold-Adler" wieder der Weltcup-Alltag mit dem Springen im finnischen Lahti ein.

ALEXANDER TAGGER, LIBEREC

Fakten

Für Österreichs Schispringer ist es bereits der sechste Mannschafts-Titel bei Weltmeisterschaften.

Foto

Foto © APA

Loitzl ist der erfolgreichste WM-Springer aller ZeitenFoto © APA

Weltmeisterliches Team

Wolfgang Loitzl, Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Martin Koch


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